31.05.2019 12:38 |

Schüsse in Wohnung

Drei Tote bei Geiselnahme in Zürich

Eine Geiselnahme in Zürich ist Freitag früh mit drei Toten zu Ende gegangen. Ein bewaffneter 60-Jähriger hatte in einer Wohnung zwei Frauen als Geiseln genommen, später fielen Schüsse.

Die Stadtpolizei war bereits um 5.22 Uhr früh alarmiert worden, wie sie mitteilte. Wenige Minuten später trafen die ersten Einsatzkräfte am Döltschiweg 55 im Kreis 3 ein. In der Folge nahm ein Mann mit den Polizisten Kontakt auf, indem er aus dem Fenster sprach. Er gab an, zwei Frauen in seiner Gewalt zu haben. Der Geiselnehmer drohte, die Frauen zu erschießen, wenn sich die Polizei nicht sofort zurückziehe.

Polizei mit Großaufgebot angerückt
Inzwischen trafen weitere Polizeikräfte von Stadt- und Kantonspolizei ein, darunter auch die Interventionseinheit Skorpion und Spezialisten der Verhandlungsgruppe. Die Gegend wurde großräumig von uniformierten Polizisten abgesperrt. Beim letzten Kontakt um 8.30 Uhr erklärte der Geiselnehmer, dass er in zehn Minuten aufgebe und sich der Polizei stellen werde. Wenig später fielen mehrere Schüsse in der Wohnung, worauf sie von der Skorpion-Einheit gestürmt wurde.

Die Polizisten trafen auf drei schwerst verletzte Personen - zwei Frauen und einen Mann. Trotz sofortiger Reanimationsversuche verstarben alle drei noch an Ort und Stelle. Beim verstorbenen Mann handelt es sich um einen 60-jährigen Schweizer. Die beiden Frauen, deren Nationalitäten noch nicht einwandfrei feststehen, sind 34 und 38 Jahre alt. Die mutmaßliche Tatwaffe, eine Faustfeuerwaffe, wurde sichergestellt.

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