Anfangs war Landwirt Thomas Schroffner aus Aigen skeptisch. „Ich ließ es auf mich zukommen. Ich konnte eh nix machen“, witzelt der „Glaserbauer“. Nun ist er von der unabhängigen Tierwohl-Initiative überzeugt. „Die Betriebsblindheit ist ausgeprägter als ich dachte. Die Überprüfung hat gezeigt, dass manche unserer Kühe Probleme mit den Klauen hatten. Daraufhin besuchte ich einen Kurs und jetzt muss ich nicht mehr wochenlang auf einen Klauenpfleger warten.“
Gesundheits-Check deckt Problemchen auf
Oft seien es nur Kleinigkeiten wie Hautschäden oder Euterprobleme. „Die Lösung ist meist simpel, etwa den Nackenriegel anders zu montieren oder die Stufen auf sieben Meter anzuheben. Erst in dieser Höhe ist die Hürde für Kühe wahrnehmbar“, erklärt Tierärztin Johanna Czerny.
Mindestens 120 Tage im Jahr müssen die Kühe laut SalzburgMilch Auslauf haben. Von 2700 Höfen gab es vor dem Gesundheits-Check auf 270 eine dauernde Anbindehaltung. Am Ende waren es nur noch sieben hartnäckige Bauern. Selbst die konnten zur Umstellung motiviert werden.
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