22.05.2019 19:51 |

Arbeit wird beendet

Straches Thinktank hat nur kurz gedacht

Mit dem Abgang von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache endet auch eines der Lieblingsprojekte des zurückgetretenen Vizekanzlers: Der erst vor Kurzem präsentierte Thinktank „Denk zukunftsreich“ beendet nach erst drei Monaten seine Arbeit. Die magere Ausbeute der Denkfabrik: eine Veranstaltung zum Thema „Islamischer Antisemitismus“.

Die Denkfabrik, die vom Historiker Thomas Grischany als einzigem angestellten Mitarbeiter geleitet wurde und deren Namen wegen eines geschützten Markennamens von „Denkwerk zukunftsreich“ auf „Denk zukunftsreich“ abgeändert werden musste, nahm ihre Arbeit im Februar auf. Grischany ist übrigens jener Historiker, der im Rahmen einer Historikerkommission die braunen Flecken der Freiheitlichen aufarbeitet.

SPÖ-Kritik: „Wozu braucht Regierung zwei Denkfabriken?“
Als Ziel wurde bei der Gründung das „Nach- und Vordenken“ mit Experten über Themen, die „ausschließlich im Interesse Österreichs und seiner Bürger“ seien, genannt. Der Thinktank stand von Anfang an im Kreuzfeuer der Kritik - vor allem von der SPÖ, die eine „teure Parallelstruktur“ zur Denkfabrik des Bundeskanzlers, die sich „Think Austria“ nennt, ortete und sich fragte, „warum ein Thinktank für die Regierung nicht ausreicht“.

Auch die erste und einzige Veranstaltung, eine Podiumsdiskussion zum Thema „Islamischer Antisemitismus“ sorgte für Aufregung. Unter den Diskussionsteilnehmern befanden sich zum Teil einschlägig bekannte Islamkritiker. Die SPÖ kritisierte in diesem Zusammenhang, dass die Veranstaltung aus Steuermitteln finanziert war. Weiteren Grund zur Aufregung wird es aber nicht mehr geben. Nach drei Monaten endet nun die Arbeit der Denkfabrik.

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