22.05.2019 05:55 |

Hilfe in Tokios U-Bahn

Anti-Grapscher-App für Frauen wird zum Hit

Eine Smartphone-App der Polizei von Tokio gegen Grapscher ist in Japan zum Riesenerfolg geworden: Mit der App können Betroffene von unsittlichen Berührungen in den notorisch überfüllten U-Bahnen auf ihre Lage aufmerksam machen, ohne sich selbst äußern zu müssen.

Mit Aktivierung der App ertönt entweder ein „Stopp“ in höchster Lautstärke - oder auf dem Display erscheint die Notrufmeldung „Es gibt einen Angreifer, bitte helfen“, welche die Betroffenen dann anderen Passagieren zeigen können.

Nach Polizeiangaben wurde die App bereits mehr als 237.000 Mal heruntergeladen. Dies sei eine ungewöhnlich hohe Download-Zahl für eine App des öffentlichen Dienstes. „Dank der Beliebtheit steigt die Zahl jeden Monat um rund 10.000“, sagte Polizeivertreterin Keiko Toyamine.

Opfer oft eingeschüchtert
Die Opfer seien oft zu schüchtern, um laut um Hilfe zu bitten, sagte Toyamine. Mit der App könnten sie nun andere Passagiere auf ihre Lage aufmerksam machen, ohne sich selbst äußern zu müssen.

Der jüngsten Statistik zufolge wurden 2017 900 Fälle von Belästigungen in den Zügen von Tokio gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte aber weitaus höher sein. Den Tätern drohen bis zu sechs Monate Haft oder Geldstrafen von umgerechnet bis zu 4000 Euro. Bei Drohungen oder Gewalt sind bis zu zehn Jahre Haft möglich. Inzwischen gibt es auf bestimmten Linien bereits Abteile nur für Frauen.

 krone.at
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