13.05.2019 18:17 |

Versorgung gesichert

Tirol ist auf totales Strom-Blackout vorbereitet

Großflächige Stromausfälle in Folge von Naturkatastrophen, Störfällen oder einer Überlastung des Stromnetzes sind selten. Die Folgen können aber dramatisch sein. Am Montag hat die österreichweite Blackout-Übung „Helios“ begonnen, deren Ausgangsszenario ein fiktiver Stromausfall ist. „Tirol ist für diesen Fall gut gerüstet“, heißt es aus dem Landhaus in Innsbruck. 

„Wir verfügen in Tirol und in Österreich über ein äußerst stabiles und ausfallsicheres Stromnetz. Aber auch wir sind nicht vor Störfallen und großflächigen Blackouts gefeit und sind deshalb für den Ernstfall vorbereitet“, erklärt Zivil- und Katastrophenschutzreferent LHStv Josef Geisler. Bereits im Jahr 2008 hat das Land Tirol ein „Handbuch Blackout“ aufgelegt. Im Rahmen der laufenden Schulungen für die Gemeindeeinsatzleitungen wird das Thema Stromausfall ebenfalls ausführlich behandelt.

Notstromversorgung in Krankenhäusern
Alle wichtigen Infrastruktureinrichtungen wie Krankenhäuser und Feuerwehren verfügen über eine meist dieselbetriebene Notstromversorgung. Auch bei der Kommunikation der Einsatzkräfte hat das Land Tirol eine ausfallssichere Zweitanbindung über Richtfunk geschaffen. Damit ist gewährleistet, dass im Dauersiedlungsraum die Einsatzkräfte auch bei einer längeren Unterbrechung der Stromversorgung miteinander sowie mit den Behörden kommunizieren können.

Landeseigene Tankstellen versorgen Einsatzfahrzeuge
Weil ohne Strom auch keine Zapfsäule funktioniert, hat das Land Tirol zudem sämtliche landeseigenen Tankstellen mit einer Notstromversorgung ausgerüstet. „Damit ist bei länger anhaltenden Stromausfällen die Treibstoffversorgung von Einsatzfahrzeugen und anderen wichtigen Fahrzeugen etwa für die Schneeräumung gesichert“, führt Geisler aus. Zusätzlich zu den Landestankstellen verfügen auch die Tankstellen an den ASFINAG-Standorten in St. Jakob a. A., Plon, Wörgl, Vomp, Zirl und Imst über eine Notstromversorgung.

Gesamte Stromversorgung aus dem eigenen Land
„Durch unsere Wasserkraftwerke sind wir in Tirol in der glücklichen Lage, die Stromversorgung vorübergehend selbst zu gewährleisten“, sieht Geisler Tirol im Vorteil. Nach einem Blackout sieht das Netzwiederaufbaukonzept den Aufbau eines autarken Inselbetriebes in Tirol mit Tiroler Großkraftwerken vor. Alle Verbindungen des Tiroler Übertragungsnetzes zu anderen Netzen werden dafür zeitweilig unterbrochen.

Merkblatt für die Bevölkerung
Auf Ebene der Einsatzorganisationen, des Landes und des Netzbetreibers ist Tirol sowohl für kleinere Stromausfälle als auch für ein Blackout gerüstet. „Aber auch die Zivilbevölkerung sollte sich vorbereiten“, empfiehlt Zivil- und Katastrophenschutzreferent Josef Geisler. Das Land Tirol hat dazu ein entsprechendes Merkblatt erstellt.

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