„Miese Vorgangsweise“

Tiroler (23) drohte seiner Ex mit Nacktfotos

Tirol
14.05.2019 07:00

Weil sie die Beziehung zu ihm vor ihrer Familie verheimlichte, drohte ein Oberländer (23) intime Fotos seiner Ex (20) an ihren Vater zu schicken. „Ich habe es nur aus Wut gesagt und es im Endeffekt ja gar nicht getan“, rechtfertigte sich der Lagerarbeiter. Da die ihm offenbar noch immer zugeneigte Frau die Drohung angeblich nicht ernst nahm, gab es einen Freispruch im Zweifel.

Dem türkischstämmigen Angeklagten war bis zuletzt nicht bewusst, dass eine Drohung eine Drohung ist. „Ich bin unschuldig. Ich habe die Fotos ja nicht verschickt und mich nur per Telefon zu der Aussage hinreißen lassen. Ich war wütend“, erklärte der 23-Jährige. Wütend, weil er das kleine Geheimnis der Studentin war und sie nicht öffentlich zu der Beziehung stand.

Angeklagter wurde im Zweifel freigesprochen
„Sie können sich die Fotos meinetwegen jeden Tag 35 Mal anschauen, wenn sie Ihnen die Bilder freiwillig geschickt hat“, sagte Richter Josef Geisler. „Aber damit zu drohen, ist eine miese Vorgangsweise.“

Die 20-Jährige, die einräumte, erst vor wenigen Tagen intim mit dem Angeklagten geworden zu sein, fühlte sich laut eigenen Angaben nie bedroht. Daher wurde er im Zweifel freigesprochen. Ob ihr Vater mittlerweile von der Beziehung weiß, wollte die junge Frau dem Richter übrigens nicht verraten.

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