Di, 21. Mai 2019
09.05.2019 08:00

Neue Kontrollgruppe

Fernpass: Fast 1800 Lkw-Delikte in 3 Monaten

Den Schwerverkehr auf der Fernpassroute verstärkt unter die Lupe nehmen – das ist die Hauptaufgabe der Kontrollgruppe Reutte/Imst, die Anfang Februar ihre Arbeit aufnahm. Nach drei Monaten zieht die Polizei nun eine erste Bilanz. Fast 1800 Delikte wurden verzeichnet, 215 Lenkern wurde die Weiterfahrt untersagt.

An die 1300 Schwertransporter donnern im Schnitt pro Tag über den Fernpass – vor gut zehn Jahren waren es noch 1000. Der kontinuierliche Anstieg ist kein Wunder, zählt die B179 doch zu den wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen im internationalen Güter- und Reiseverkehr. Dass es trotz sektoralem Fahrverbot ein solch enormes Lkw-Aufkommen gibt, liegt unter anderem daran, dass der Ziel- und Quellverkehr davon ausgenommen ist – und dass sich nicht alle daran halten.

1203 Einsatzstunden
Um die Kontrolldichte und folglich die Sicherheit auf der B179 zu erhöhen, wurde mit 1. Februar die bezirksübergreifende Kontrollgruppe eingerichtet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden im Zeitraum Februar bis Ende April gleich einmal die Einsatzstunden von 684 auf 1203 erhöht (+ 76 Prozent).

Und das macht sich freilich bei den Ergebnissen bemerkbar. Alles in allem wurden knapp 1800 Delikte verzeichnet (2017: 1500). Ein Plus gab es in fast allen Bereichen, wie etwa bei den technischen Mängeln (201 Fälle, + 112%), der Missachtung des Lkw-Fahrverbots (179, + 35%) oder bei den Überladungsdelikten (380, +22%). Überraschend: Die Zahl der Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten ging von 569 auf 470 zurück (- 17%). In 537 Fällen hob die Polizei eine Sicherheitsleistung ein (insgesamt rund 150.000 Euro). 215 Lkw-Lenkern wurde die Weiterfahrt untersagt.

Hubert Rauth
Hubert Rauth

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