So, 19. Mai 2019
08.05.2019 10:00

35% leben allein

Steiermark: Die Zahl der Single-Haushalte steigt

Droht die Steiermark zu vereinsamen? Lebte 1971 noch jeder fünfte Steirer allein, ist der Anteil der Ein-Personen-Haushalte mittlerweile auf 35,7 Prozent gestiegen - das sind fast 200.000 Menschen! Die Nachfrage nach Ratgebern, wie man auch als Single glücklich wird, steigt dementsprechend an.

Herzlich willkommen in der Welt der Singles: Schweden ist das erste Land der EU, in dem seit einigen Jahren die Singles in der Überzahl sind: 52 Prozent der Schweden leben aktuell allein. Österreich nimmt mit einem Anteil der Single-Haushalte von rund 37 Prozent derzeit den siebenten Platz in dieser Statistik ein. Die wenigsten Singles gibt es übrigens in Malta mit nur knapp über 20 Prozent.

Zahl der Singles hat sich seit 1971 verdoppelt
Noch niedriger waren die Zahlen im Jahr 1971 in einigen steirischen Bezirken (siehe Grafik): Weiz (11,2%) und die Südoststeiermark (11,6%) hatten damals den niedrigsten Anteil an Einzelhaushalten. Mittlerweile haben sich diese Zahlen im Durchschnitt verdoppelt - in Deutschlandsberg etwa ist der Anteil der Singles von 15,5 Prozent im Jahr 1971 auf stolze 30,1% gestiegen.

Am höchsten war die Dichte an alleine Lebenden schon immer in Städten. Aktuell liegt man in Graz etwa bei 45,8 Prozent - die 50-Prozent-Grenze dürfte schon bald fallen! Auch der Wohnungsmarkt in der Landeshauptstadt hat längst reagiert, viele kleine Wohnungen werden bereits gebaut.

Graz ist Spitzenreiter
Nicht weit hinter Graz liegt der Bezirk Leoben mit einem Single-Anteil von gut 42 Prozent. Dass es sich bei beiden um Universitätsstädte handelt und es unter den Studierenden mehr Singles gibt, muss man natürlich miteinberechnen.

Mehr Alleinerzieher
Im Vergleich zur rapide steigenden Anzahl der Singles ist jene der Alleinerzieher in der Steiermark relativ stabil geblieben: Im Jahr 1971 waren es 12,3 Prozent, 2016 nur knapp zwei Prozent mehr (14,5).

Dennoch gilt es sich auch in der Steiermark auf einen gesellschaftlichen Wandel weg von den klassischen Familieneinheiten einzustellen: Denn der Trend hin zum Single-Dasein scheint auch bei uns noch lange nicht vorüber zu sein.

Christoph Hartner
Christoph Hartner

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