Brutalst vergewaltigt:

Sex-Prozess acht Jahre nach mutmaßlicher Tat

Acht Jahre nach der mutmaßlichen Tat muss sich ein deutscher Kraftfahrer am 20. Mai im Landesgericht Ried im Innkreis wegen Vergewaltigung verantworten. Der 65-Jährige soll von März 2010 oder 20111 an bis zum Sommer 2012 eine heute 29-jährige Arbeiterin in Wels und Ried mehrfach brutalst vergewaltigt haben.

Die Anklage ist entsetzlich. Der 65-jährige soll erstmals im März 2010 die junge Arbeiterin, die er beim Ausliefern kennen gelernt hatte, in der Fahrerkabine seines Lkw eingesperrt, gewürgt, geschlagen und vergewaltigt haben. Das mutmaßliche Opfer blockierte die Nummer des Angeklagten am Handy, meldete sich nicht mehr bei ihm, erstattete aber keine Anzeige.

Hämatome und Striemen
Im Herbst 2010 oder 2011 – da legt sich die Rieder Staatsanwaltschaft nicht fest – soll der LKW-Fahrer die junge Frau unter Vortäuschung einer falschen Identität angelockt und erneut in seinem Lkw brutal vergewaltigt haben. Sie erlitt laut eigenen Angaben Hämatome am Hals und Striemen.

Beim letzten Mal war sie schwanger
Im Sommer 2012 soll der 65-jährige die mittlerweile schwangere Frau erneut zum Beischlaf gezwungen haben.

WhatsApp-Verlauf als Beweis
Als sich der Beschuldigte am 9. Februar 2018 plötzlich wieder per SMS bei seinem mutmaßlichen Opfer meldete, wollte ihm die Innviertlerin eine Falle stellen. Die 29-Jährige täuschte deshalb vor, ihm ihre kleine Tochter für einen „Dreier“ anzubieten, erstattete aber insgeheim Anzeige bei der Polizei, präsentierte den Chatverlauf auf WhatsApp als Beweis.

Nicht geständig
Der Angeklagte bekannte sich zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen nicht geständig, es habe nur einmal einvernehmlichen Sex gegeben. Es steht also Aussage gegen Aussage.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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