Di, 21. Mai 2019
05.05.2019 09:00

Innsbruck

Einkaufen mit Sarah Wiener: Am Boden geblieben

„Essen fängt nicht am Schneidebrett an“, sagt Sarah Wiener beim Einkauf in Innsbruck. Die Köchin, die nun auch in der Politik mitmischt, im Gespräch über Landwirtschaft und Lebensmittel.

Samstag Morgen, 9 Uhr. Winterlich graue Wolken hängen über Innsbruck, grüne Salatköpfe erzählen vom Frühling, der bereits da war. Ein Mann, der den Sommer als Namen trägt, verkauft Honig. „Nicht Mai, sondern August“, erklärt der Imker seinem prominenten Gegenüber, wie er heißt. „Nicht Tirol, sondern Wiener“, hätte die Antwort am „Wiltener Platzl“ lauten können.

Eine Frau, viele Berufe
Sarah Wiener, Fernsehköchin, Unternehmerin, Landwirtin – und seit kurzem auch Politikerin, tourt gerade durch Österreich, um Stimmen für die kommende EU-Wahl zu lukrieren. Die „Krone“ traf sie zum Einkaufen – und zu einem Gespräch über Lebensmittel, Landwirtschaft und den Bezug zum Boden, der nicht nur symbolisch wichtig ist.

Mit und nicht gegen die Natur
„Gesunde Ernährung ist immer köstlich und immer vielfältig – alles was mir als Menschen gut tut, tut auch der Natur gut“, sagt Wiener überzeugt. „Letztlich sind wir Teil der Natur und sollten keinen Krieg gegeneinander führen, sondern ein Miteinander leben.“

Schützen, was wertvoll ist
Deshalb, so erklärt die Köchin, sei sie auch ein so großer Fan der kleinstrukturierten Tiroler Landwirtschaft. „Ich weiß, was ich esse und kann dem Bauern ins Gesicht schauen“, erklärt sie – und beißt kurze Zeit später in eine frische Tomate. Landwirtschaft, Ernährung und Lebensmittel sind der 56-Jährigen wichtige Anliegen – wenn sie darüber spricht, überschlagen sich die Worte fast: „Gesunde Böden können viermal so viel Wasser aufnehmen, als verdichtete. Ein reichhaltiges Bodenleben bringt einen hohen Hummusaufbau, mehr Vielfalt und Ertrag. Deshalb müssen wir die Vielfalt schützen – unter Menschen, Pflanzen, Tieren und Böden.“

Transparenz und Fairness
Stichwort Boden – „dazu verlieren viele Menschen den Bezug“, sagt Wiener, „wissen nicht, woher ihr Essen kommt, was drin ist, wie es hergestellt wurde. Lebensmittel fangen aber nicht am Schneidbrett an, sondern beim Samen, beim Acker – beim Boden, beim Klima, in der Natur“, betont sie. Deshalb sei sie auch in die Politik gegangen: Für mehr Transparenz, Fairness, Klima- und Naturschutz.

Anna-Katharina Haselwanter
Anna-Katharina Haselwanter

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