Mi, 22. Mai 2019
25.04.2019 08:00

Geld in Afrika:

Verliebte Innviertlerin überwies Betrüger 70.000 €

Liebe macht blind und - leider muss man es so sagen - blöd: Eine Innviertlerin (55) überwies einem „Frank Müller“ 70.000 Euro nach Afrika. Motiv: Liebe. Das Geld ist weg, die Liebe auch. Geblieben sind Schulden.

“Frank Müller“ erschlich sich im Frühsommer 2018 das Vertrauen einer 55-Jährigen aus Schärding und veranlasste sie in der Folge unter tausendfachem Versprechen der Liebe - und der Rückzahlung des Betrages - zur Überweisung von mehr als 70.000 Euro.

Liebensversprechen
Der Täter nahm mit der Frau über eine Internetplattform Kontakt auf und es kam zu einer intensiven Kommunikation zwischen beiden und den Liebesversprechen. Der Täter gab vor, in Accra (Ghana) durch das Abhandenkommen seiner Dokumente in enorme Schwierigkeiten geraten und auf die dringende Hilfe angewiesen zu sein. Nachdem das Opfer sich auf die Bezahlung eines ersten Betrages eingelassen hatte, folgten immer neue Geldforderungen und die Versprechen zur Rückzahlung. Sie überwies dann - aus Liebe - bis zum Februar 2019 über verschiedene Bezahlplattformen verschieden hohe Geldbeträge an mehrere Empfänger in Ghana und Benin. Sie führte auch Barüberweisungen und Überweisungen auf deutsche Konten durch.

Bankomatkartendaten weitergegeben
Es ging sogar soweit, dass die 55-Jährige ihre Bankomatkarte fotografierte und die Bankdaten an ihren ‚Frank Müller‘ sandte, sodass es dem Täter möglich war, sieben Mobiltelefone auf den Namen der Frau zu kaufen. Diese Mobiltelefone wurden an sie zugestellt und sie sandte diese dann an verschiedene Personen nach Accra weiter, sodass sie noch einmal um etwa 5.000 Euro geschädigt wurde. Erst als eine Familienangehörige Verdacht schöpfte, erstattete die 55-Jährige nun Anzeige bei der Polizei.

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