In Kurspause

Schlägerei unter Asylwerbern im Deutschkurs

Mit Faustschlägen hat eine Diskussionen unter Afghanen in der fünfminütigen Pause eines Deutschkurses für Asylwerber in der Arbeiterkammer Freistadt in Oberösterreich geendet. Hintergrund: ein Streit über das Alkoholverbot für Muslime. „Bisher hatten wir noch keine Probleme mit Kursteilnehmern“, sagt AK-Chef Klaus Riegler.

In der fünfminütigen Pause eines Deutschkurses in den Räumlichkeiten der AK Freistadt - organisiert von der Volkshochschule - eskalierte am Montag ein Streit unter Afghanen. Weil sie beim Thema Alkoholverbot für Muslime nicht einer Meinung waren, holte ein Kursteilnehmer (32) aus und schlug seinem Landsmann (44) mit der Faust ins Gesicht. Der Sohn (20) des 44-Jährigen wollte daraufhin seinen Vater verteidigen - ihn traf die Faust des wild gewordenen Afghanen (32) am Hals.

Verletzte vom Hausarzt behandelt
Die Kursleiterin war während der Auseinandersetzung nicht im Schulungsraum, die anderen Schüler schritten ein. Eine Mitarbeiterin der AK rief die Polizei. Die beiden Leichtverletzten wurden ambulant vom Hausarzt behandelt.

„Diese Asylwerber sind eigentlich gut integriert“
„Um an diesem Kurs teilzunehmen, braucht man bereits ein sehr hohes Deutschniveau. Das sind keine Anfänger. Diese Asylwerber sind alle sehr gut integriert“, sagt Helga Schauperl, VHS-Regionalleiterin in Freistadt, zum Vorfall. Die beiden Beteiligten dürfen während der Ermittlungen keinen Kurs besuchen, müssen sich entschuldigen. Der Kurs findet viermal pro Woche statt. Die Teilnehmer bezahlen 22,50 Euro Selbstbehalt, der Rest wird vom Land OÖ gefördert.

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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