Di, 23. April 2019
21.03.2019 01:00

Steht wieder alles?

Diese fünf „Sünden“ führen immer wieder zum Stau

Fünf Hauptsünden haben die Forscher identifiziert, die Kraftfahrzeuglenker tunlichst nicht begehen sollten, um Stillstand auf der Straße zu vermeiden. Zwar warnen das Autoradio oder das Navigationsgerät mit Verkehrsinformationen in Echtzeit vor dem Stau, wenn der Verkehr steht. Besser wäre es für alle, wenn der Verkehr liefe, weil alle Autofahrer ein paar Regeln beherzigen würden.

Die Aufzählung der stauverursachenden schlechten Angewohnheiten beginnt mit zu dichtem Auffahren. Denn dieses hat zu oft abrupte Bremsmanöver zur Folge, wenn das vorausfahrende Fahrzeug langsamer wird. Daraus resultiert vielfach eine Kettenreaktion, weil die nachfolgenden Autofahrer ebenfalls „in die Eisen steigen“ müssen. Dafür haben die Stauforscher den Begriff „Schmetterlingseffekt“ geprägt. Das erste Bremsmanöver setzt sich dabei als Kettenreaktion nach hinten immer fort, bis irgendwann das erste Fahrzeug zum Stillstand kommt. So entsteht „aus dem Nichts“ ein Stau. Wobei „aus dem Nichts“ eben nicht wirklich zutrifft, weil die Stauursache ja eigentlich in dem zu dichten Auffahren eines Autofahrers zu suchen ist.

Als weitere wichtige Auslöser von Staus sehen die Wissenschaftler Kolonnenspringen und plötzliche Überholvorgänge an. Denn sie zwingen ebenfalls häufig zu heftigem Bremsen - und schon wieder droht eine Kettenreaktion nach hinten.

Ähnlich verhält es sich bei Fehlern beim Reißverschlussverfahren, wenn Autofahrer sich nicht geschmeidig genug der Geschwindigkeit auf der Nebenspur anpassen, sprich zu spät oder gar nicht beschleunigen. Das unterbricht dann den Verkehrsfluss, ebenso wie zu frühzeitiges Einfädeln in den Verkehr auf der Nebenfahrbahn. Dadurch bleibt die eigentlich beabsichtigte Wirkung des Reißverschlussprinzips nur allzu oft auf der Strecke und stattdessen kommt der fließende Verkehr zum Erliegen.

Zum Entstehen von Staus tragen auch diejenigen Autofahrer bei, die sich auf den Weg machen, wenn alle unterwegs sind. Stattdessen sollten sie sich - im ureigensten Interesse - bemühen, die Hauptverkehrszeiten zu vermeiden, denn die Kapazität der Verkehrswege ist begrenzt. So findet auf einer bestimmten Strecke nun einmal nur eine begrenzte Anzahl von Fahrzeugen Platz. Die Sättigungsgrenze einer Straße soll demnach bei 1500 bis 2500 Fahrzeugen pro Stunde und Spur liegen, wenn sich die Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von 80 km/h bis 100 km/h fortbewegen. Schnelleres und langsameres Fahren verringere jeweils die Kapazität von Verkehrswegen, stellen die Experten fest.

(ampnet)

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