08.03.2019 06:38 |

Steuer- & Bankenbetrug

Vier Jahre Haft für Trumps Ex-Wahlkampfmanager

Der frühere Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, ist zu knapp vier Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht im Bundesstaat Virginia verhängte am Donnerstag wegen Steuerhinterziehung und Bankenbetrugs eine 47-monatige Gefängnisstrafe gegen den 69-Jährigen. Das Strafmaß blieb damit deutlich unter der Empfehlung des US-Justizministeriums und von Russland-Sonderermittler Robert Mueller, die zwischen 19 und 24 Jahre Haft gefordert hatten.

Bei Muellers Untersuchungen geht es unter anderem darum, ob es im Wahlkampf 2016 Geheimabsprachen des Trump-Lagers mit Russland gegeben hat und ob Trump die Justiz behindert hat. In dem Verfahren gegen Manafort ging es allerdings nicht um Vorwürfe hinsichtlich dessen Tätigkeit als Trumps Wahlkampfmanager.

Millioneneinnahmen vor dem Fiskus verborgen
Der Ex-Lobbyist wurde vielmehr schuldig gesprochen, Millioneneinnahmen aus seiner Beratertätigkeit für russlandfreundliche Politiker in der Ukraine zwischen 2005 und 2014 verborgen zu haben. Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte Manafort auf Konten in Zypern mehr als 55 Millionen Dollar (rund 49 Millionen Euro) vor dem Fiskus verborgen.

Manafort hatte Trumps Wahlkampfteam zwei Monate lang geleitet. Er musste den Posten im August 2016 abgeben, nachdem mutmaßliche Geldflüsse an ihn aus dem Umfeld des 2014 gestürzten prorussischen ukrainischen Staatschefs Viktor Janukowitsch bekannt geworden waren.

„Schwere Vergehen“ eines „dreisten“ Kriminellen
Richter T.S. Ellis sagte am Donnerstag bei der Verkündung des Strafmaßes, Manafort habe „schwere Vergehen“ begangen. Sonderermittler Mueller bezeichnete Manafort als „dreisten“ Kriminellen, der „wiederholt und schamlos“ gegen das Gesetz verstoßen habe. In einem zweiten Fall wird kommende Woche in Washington ein Strafmaß gegen Manafort erwartet.

Im Zuge von Muellers Ermittlungen wurden mehrere weitere Ex-Trump-Mitarbeiter angeklagt, bekannten sich schuldig oder wurden bereits verurteilt: Trumps langjähriger Anwalt Michael Cohen, der frühere Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn, der einstige außenpolitischer Berater George Papadopoulos, Ex-Berater Roger Stone und Manaforts langjähriger Geschäftspartner Rick Gates.

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