07.03.2019 10:56 |

Milliardenschaden

Gefahr Blackout: Viele Betriebe nicht vorbereitet

Zwei Drittel der Wiener Unternehmen sind auf einen möglichen „Blackout“ nicht vorbereitet. Das ergab eine Umfrage der Wirtschaftskammer. Mit einer Aufklärungskampagne will man daher nun für die Gefahr Stromausfall sensibilisieren. Durchschnittlich seien Stromkunden zwar nur rund 25 Minuten pro Jahr von einem Ausfall betroffen, doch dürfe man die Sache „nicht auf die leichte Schulter nehmen“, warnt Industrie-Spartenobmann Stefan Ehrlich-Adam.

Die wirtschaftlichen Folgen eines längeren Blackouts wären enorm. Würde es an einem Wochentag im ganzen Land für 24 Stunden „finster“ werden, läge der volkswirtschaftliche Schaden bei 1,2 Milliarden Euro. Die Bundeshauptstadt wäre mit 250 Millionen Euro übermäßig betroffen.

Und für den einzelnen Betrieb könne ein längerer Stromausfall existenzbedrohend sein, ergänzte Peter Weinelt, stellvertretender Generaldirektor bei den Wiener Stadtwerken. Nicht nur ein Stillstand der Produktion, auch Datenverluste durch zu geringe IT-Sicherheit oder ein Ausfall der Kommunikationssysteme könnten erhebliche Auswirkungen haben.

Keinerlei Vorkehrungen für den Ernstfall
Das Problembewusstsein bei den Wiener Unternehmen dürfte allerdings nicht sehr hoch sein. Denn obwohl bereits 77 Prozent der befragten Betriebe schon einmal von einem Blackout betroffen waren, gaben gleichzeitig zwei Drittel an, keinerlei Vorkehrungen für den Ernstfall getroffen zu haben.

Mittels Erklärvideo (siehe oben) und Infobroschüre inklusive Checkliste will man Unternehmen daher nun -„ohne Panikmache“ - für die Gefahr eines Stromausfalls sensibilisieren. Wichtig sei es für Unternehmen, einen Krisenplan zu entwickeln, hieß es.

Viele Gefahrenquellen für Stromversorgung
Neben technischen Fehlern bzw. Schäden an der Infrastruktur sind auch Cyberangriffe oder der Klimawandel Gefahrenquellen für die Versorgung. So führten etwa lange Trockenperioden zu niedrigen Wasserständen und entsprechenden Auswirkungen für Wasserkraftwerke. Dadurch entstünden Netzschwankungen, die mit thermischen Kraftwerken ausgeglichen werden müssen.

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