03.03.2019 13:19 |

Laudamotion-Notfall

Fluggäste an brennendem Triebwerk vorbeigerutscht?

Nachdem in der Nacht von Freitag auf Samstag ein Laudmotion-Airbus am Flughafen London-Stansted wegen einer Panne am Triebwerk evakuiert werden musste, kamen am Sonntag in diversen Flug-Internetforen Fragen zu dem Zwischenfall auf. So sind zum Beispiel einige Experten der Ansicht, dass eine Evakuierung gar nicht nötig gewesen wäre. Dadurch hätten auch die Verletzungen bei acht Personen vermieden werden können. Debatten kamen zudem darüber auf, dass die Passagiere offenbar über das kaputte und eventuell noch brennende Triebwerk via Notrutschen aus dem Airbus gebracht wurden.

Aufzeichnungen der Internetseite flightradar24.com zufolge war die Maschine in den Tagen vor dem Zwischenfall offenbar teilweise ohne Passagiere in halb Europa unterwegs. Nach einem planmäßigen Flug nach Madrid musste der Airbus am Dienstag 16 Stunden lang am Boden warten, anstatt nach Wien zurückzufliegen. Derartiges geschieht nur bei technischen Problemen oder wenn kein Pilot verfügbar ist.

Britische Behörden leiten Untersuchung ein
Von Madrid aus flog Flugzeug schließlich außerplanmäßig und vermutlich ohne Fluggäste nach Düsseldorf, wo es weitere zwei Tage am Flughafen stand. Von dort ging es am Freitag nach Wien und letztendlich nach London, wo es zur Triebwerkspanne kam. Die britische Behörde zur Untersuchung von Flugunfällen werden den Vorfall nun mit einem ganzen Team genauestens untersuchen, um alle offenen Fragen zu klären.

Lauter Knall kurz vor dem Take-off
Der Airbus A320-200 des Flugs OE-327 war laut der Webseite Aviation Herald gegen 20 Uhr Ortszeit kurz vor dem Take-off von Startbahn 22, als es zu dem Problem kam. Passagiere, darunter ein Burgenländer, berichteten, sie hätten einen lauten Knall wie von einer Explosion gehört. Ein Beobachter sprach von mehreren Stichflammen, gefolgt von weißen Funken aus dem linken Triebwerk des Airbus, nachdem das Flugzeug erst wenige Meter zurückgelegt hatte.

Startvorgang sofort abgebrochen
Die Piloten brachen den Start sofort ab und verhinderten dadurch wohl eine drohende Katastrophe. Die Maschine stoppte nach rund 270 Metern auf der Startbahn und die Crew ordnete eine Evakuierung über die Notrutschen an. Acht der insgesamt 169 Personen an Bord zogen sich dabei leichte Verletzungen zu. Die Fluggäste wurden mit Bussen zum Terminal gebracht und auf einen Ersatzflug umgebucht.

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