01.02.2019 19:47 |

Nach WLTP bremst EVAP

Bei Neuwagen drohen die nächsten Verzögerungen

Kaum ist das WLTP-Chaos mehr oder weniger ausgestanden, droht der Autobranche neues Test-Ungemach. Neuwagenkäufer müssen wieder mit Verzögerungen rechnen.

In der Autobranche kündigen sich neue Lieferschwierigkeiten an. Kaum haben die Hersteller die Zertifizierung ihrer Pkw-Modelle nach der neuen Verbrauchsnorm WLTP mehr oder weniger abgeschlossen, müssen die Fahrzeuge nun erneut ins Labor. Dort werden sie dem neu gestalteten Ausdünstungs-Test EVAP unterzogen, der ab September für die Zulassung aller Neuwagen in Europa obligatorisch ist.

Wie die Fachzeitung „Automotive News Europe“ unter Berufung auf hochrangige Manager verschiedener Hersteller berichtet, könnte das zu erneuten Verzögerungen bei der Auslieferung von Neuwagen führen.

So massiv wie im vergangenen Jahr werden die Lieferschwierigkeiten allerdings nicht ausfallen. Damals hatten vor allem die deutschen Autohersteller zahlreiche Modelle übergangsweise aus dem Programm nehmen müssen, weil Labor- und Ingenieurs-Kapazitäten für den WLTP-Test fehlten. Dass die Branche diesmal nicht besser vorbereitet ist, erklären die Manager mit der kurzfristigen Festlegung der Grenzwerte. Diese seien erst im vergangenen Herbst endgültig definiert worden.

Vorgeschrieben ist der EVAP-Test ab September 2019 für alle neu zugelassenen Fahrzeuge. Er soll sicherstellen, dass aus Tank- und Kraftstoffsystemen nicht übermäßig viel Benzin oder Diesel verdunstet.

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