17.02.2019 14:31 |

Mit 4K-Display

Lenovo Yoga C930: Edles 360-Grad-Notebook im Test

Ein in ein edles und stabiles Alu-Chassis gehülltes 360-Grad-Notebook hat der PC-Gigant Lenovo mit dem Yoga C930 im Sortiment. Mit Eingabestift, aktueller Intel-Technik und optionalem 4K-Display ausgestattet, richtet es sich an anspruchsvolle und kreative Mobilnutzer mit dem nötigen Kleingeld. Wie effektiv es sich wirklich am Yoga C930 arbeitet, hat krone.at getestet.

Durch die sehr dünnen Bildschirmränder presst Lenovo im Yoga C930 nahezu 14 Zoll - genau sind es 13,9 Zoll - Diagonale in das Chassis eines 13-Zöllers. Das Gewicht von 1,4 Kilo ist zwar nicht supergering, lässt das Yoga C930 aber auch nicht zur untragbaren Last in der Aktentasche werden.

Die Ausstattung des Yoga C930 ist üppig. Konkret gibt es diese Ausstattungsvarianten:

Lenovo Yoga C930

CPU

Variante A: Core i5-8250U: 4 x 1,6 GHz
Variante B: Core i7-8550U: 4 x 1,8 GHz

RAM

8 - 16 GB DDR4

Diagonale

13,9 Zoll

Auflösung

1920 x 1080 Pixel
(optional: 3840 x 2160)

Interner Speicher

256 GB - 2 TB SSD (M.2 PCIe)

microSD-Slot

nicht vorhanden

Anschlüsse

2 x USB-C (Thunderbolt), USB 3.0, Audio

Funkstandards

Gigabit-WLAN, Bluetooth 4.1

Kamera

0,9 Megapixel

Akku

10 - 12 Stunden lt. Hersteller
(lädt via USB-C)

Software

Windows 10 Home

Maße

32 x 22,7 x 14,9 Millimeter; 1,38 Kilo

Extras

Metall-Chassis
Stylus (im Gehäuse versenkbar)
Fingerscanner
Tastaturbeleuchtung
360-Grad-Scharnier

Straßenpreis

1500 - 2700 Euro

Die Leistungstabelle zeigt schon: Das Yoga C930 verfügt über starke Hardware, die sich der Hersteller aber auch teuer bezahlen lässt. Die von uns getestete Version mit i7-Chip und 4K-Display schlägt mit mehr als 2200 Euro zu Buche.

Yoga C930 bietet viel Rechenpower
Bei diesen vergleichsweise hohen Anschaffungskosten darf man viel Performance erwarten - und bekommt sie auch. Das Gespann aus i7-Vierkerner hat im Test auch bei intensivem Multi-Tasking oder beim Surfen mit vielen gleichzeitig geöffneten Browser-Tabs jederzeit genug Power geboten, für Office-Arbeiten reicht es sowieso.

Für gelegentliche Bildbearbeitung erschien uns die Performance des - unter längerer Last recht heißen und hörbar gekühlten - Intel-Chips ausreichend, Fotografen, Gamer und Videoschaffende sollten sich aber wohl ein anderes Gerät aussuchen. Sie werden mit der Performance der Onboard-Grafik Intel 620 eher nicht glücklich.

4K-Display: Hohe Schärfe, ausbaufähige Helligkeit
Für die Nutzung durch Grafiker spräche prinzipiell auch das superscharfe 4K-Display, mit dem Lenovo unser Testgerät ausgestattet hat. Es könnte für unseren Geschmack zwar heller sein, erfreut das Auge aber mit einer erstaunlichen Schärfe - selbst bei sehr naher Betrachtung.

In Kombination mit dem ins Gehäuse versenkbaren Stylus bietet sich das Gerät dadurch für allerlei Grafikaufgaben an - zumindest für den ambitionierten Laien. Der Profi wird sich vermutlich etwas mehr Farbtreue und Helligkeit wünschen - und sich einen ergonomischeren Eingabestift für die Langzeitnutzung suchen.

Flexibles Handling, lückenhafte Ausstattung
Handling und Ausstattung des Yoga C930 haben uns im Test zumeist ganz gut gefallen. Zwar fehlt dem Gerät für unseren Geschmack ein Speicherkartenleser und ein normal großer HDMI-Anschluss, mit dem einen oder anderen Adapter kommt man mit der gebotenen Anschlussausstattung ansonsten aber gut zurecht.

Dass die Tastatur im Tablet-Modus deaktiviert an der Geräteunterseite liegt und man immer wieder Tasten berührt, ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber akzeptabel. Generell hat uns im Test die Flexibilität durch das 360-Grad-Scharnier gut gefallen. Das Yoga C930 kann dadurch als normales Notebook, als Stand-Display und als Tablet mit etwas ungewöhnlichem Handling genutzt werden.

Sehr gute Verarbeitungsqualität
Der ins 360-Grad-Scharnier eingebaute und für Notebook-Verhältnisse recht wohlklingende Lautsprecher des Yoga C930 hat uns im Test ebenso gut gefallen wie die Verarbeitungsqualität insgesamt. Das steife Metallgehäuse hinterlässt einen wertigen Eindruck, Verarbeitungsmängel sind uns am Testgerät nicht aufgefallen. Die hintergrundbeleuchtete Tastatur bietet einen angenehmen Druckpunkt, das Touchpad ist schön groß und hat solide Gleiteigenschaften.

Für maximale Laufzeit sollte man Full-HD wählen
Die zehn bis zwölf Stunden Laufzeit, die der Hersteller verspricht, haben wir im Test nicht erreicht, hier handelt es sich wohl eher um einen theoretischen Wert. Beim WLAN-Surfen und Office-Arbeit kamen wir eher auf sieben bis acht Stunden Laufzeit - wohl auch, weil das HDR-fähige 4K-Display durch seine hohe Auflösung ein ordentlicher Stromfresser ist. Wer Wert auf lange Laufzeit legt, sollte sich da wohl eher die Full-HD-Variante näher ansehen.

Bei einem Notebook dieses Preisniveaus nicht ganz optimal: Windows 10 - die Home-Edition ist vorinstalliert - wurde von Lenovo mit einigen Software-Dreingaben angereichert, die man sich unserer Ansicht nach sparen hätte können. Dazu zählt etwa eine Testversion von McAfee Antivirus, die man sich angesichts des heutzutage vollkommen ausreichenden Schutzes durch den Windows Defender sparen könnte, aber auch ein paar andere Programme.

Fazit: Das Yoga C930 ist in vielerlei Hinsicht ein sehr gutes 360-Grad-Notebook, insbesondere die saubere Verarbeitung und hohe Gehäusestabilität haben es uns im Test angetan. Auch Tastatur und Handling wussten zu gefallen. Zur vollständigen Glückseligkeit hätte es für unseren Geschmack allerdings ein helleres Display, eine effektivere Kühlung und einen Speicherkartenleser gebraucht.

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Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
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