20.12.2018 13:53 |

Für Apple kein Defekt

Verbogen ab Werk: Wirbel um Apples neues iPad Pro

Wer ein neues Tablet kauft, darf eigentlich davon ausgehen, dass selbiges in tadellosem Zustand geliefert wird. Einige Käufer des aktuellen iPad Pro von Apple klagen allerdings, dass ihnen verbogene Geräte geliefert wurden. Doch statt einen Fehler einzugestehen, spricht Apple von einem Nebeneffekt der Herstellung, der die Funktion der Geräte in keiner Weise beeinträchtigt.

Dass Apples neues iPad Pro in puncto Gehäusesteifigkeit kein Musterschüler ist, ist spätestens bekannt, seit ein YouTuber das Gerät mit bloßen Händen „wie Papier“ gefaltet hat. Dass das Gerät - wie vom US-Technikblog „Macrumors“ berichtet - bisweilen verbogen ausgeliefert wird, war aber noch nicht bekannt.

Für Staunen sorgt in dieser Angelegenheit insbesondere die Reaktion des Herstellers auf die verbogenen Geräte. Der sieht darin nämlich gar kein Problem und erklärt, dass „leicht verbogene“ iPads ein Nebeneffekt des Fertigungsprozesses seien und das verbogene Gehäuse die Funktionstüchtigkeit der Geräte in keiner Weise einschränke. Konkret könne sich das Gerät bei einem Kühlprozess in der Fertigung leicht verbiegen. Von einem Defekt will Apple in diesem Zusammenhang nicht sprechen.

Bei den Käufern solcher verbogener iPads sorgt diese Geschäftspolitik für Ärger. Immerhin kostet das neue iPad Pro - je nach Modell - bis zu 2100 Euro. Binnen 14 Tagen nach dem Kauf können betroffene Kunden das Gerät zwar zurückgeben. Dass Apple selbst im verbogenen Gehäuse keinen Defekt sieht und solche Geräte nicht großzügiger austausche, stößt vielen Kunden aber sauer auf.

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