20.12.2018 04:15 |

Kraftwerk an Bord

Dieses Auto fährt mit selbst gemachtem Solarstrom

Solange der Strom für E-Autos aus Kohle- oder Gaskraftwerken kommt, ist dem Klima wenig geholfen. Mit dem Lightyear One soll 2020 jedoch ein Auto auf die Straße kommen, das auf fossile Energieträger pfeift. und mehr noch: sogar auf extern produzierten Strom!

Universitäten mit Automobilbau-Studiengängen dienen zunehmend auch als Keimzellen neuer Automarken, wie etwa die Beispiele Streetscooter, e.GO Life oder aCar zeigen. Eine ganz ähnliche Ausgründung haben mittlerweile auch ehemalige Studenten der TU Eindhoven vollzogen. Die mehrmaligen Gewinner der World Solar Challenge haben ein Start-up namens Lightyear ins Leben gerufen, das bereits 2020 ein besonders klimafreundliches E-Auto namens One in den Markt bringen will.

Für die Entwicklung der fünfsitzigen Limousine dürfte vor allem auch die Expertise aus den World-Solar-Wettbewerben entscheidend gewesen sein. Wie die Experimentalfahrzeuge, die ihre Energie zum Fahren aus Solarzellen generieren, setzt auch der One auf ein internes Photovoltaik-Kraftwerk. Die in der Karosserie integrierten Solarzellen können Strom für eine Jahresfahrleistung von 8.000 bis 10.000 Kilometer generieren. Wie viel tatsächlich geladen wird, hängt vom Standort bzw. von der Sonneneinstrahlung ab. Auf der Website von Lightyear lässt sich das ortsabhängig ablesen; hier kann man auch die gewünschte Jahresfahrleistung eingeben und bekommt von einem Tool ausgerechnet, wie oft man klassisch laden muss.

Um die klimaneutrale Sonnenenergie möglichst optimal zu nutzen, wurde das Fahrzeug auf Effizienz getrimmt. Dank eines aerodynamischen Designs, Leichtbaumaßnahmen und eines aus vier Radnabenmotoren bestehenden Antriebs soll der Energiebedarf bei nur einem Drittel herkömmlicher E-Autos liegen. Abhängig von der Batteriegröße kann das auch über externe Quellen aufladbare Fahrzeug 400 bis 800 Kilometer weit fahren.

Bislang wurden vom One lediglich verdunkelte Detailfotos veröffentlicht. Im Sommer 2019 will Lightyear dann den ersten Prototypen offiziell präsentieren. Für 2020 ist der Start der Serienproduktion in einem Werk auf dem Automotive Campus in Helmond geplant. Zunächst wird eine Pionier-Edition von 100 Fahrzeugen produziert, 2021 dann die Produktionskapazitäten ausgebaut. Wer ein Fahrzeug der Pionier-Edition will, kann sich dieses gegen Zahlung des vollen Kaufpreises von 119.000 Euro bereits jetzt sichern.

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