Insgesamt acht Planquadrat-Kontrollen hat die Wiener Polizei seit Juni durchgeführt. Unter die Lupe genommen wurden dabei nicht nur Autofahrer, sondern auch Fußgänger und Fahrradlenker. Am Donnerstag wurde die Bilanz dieser Kontrollen gezogen. Auffällig ist daran, dass das häufigste Delikt Missachtungen von roten Ampeln sind, wovon von 1061 Fällen fast alle auf die Kappe von Radlern gingen.
2091 Organmandate wurden seit Juni bei diesen Kontrollen von Beamten der Landesverkehrsabteilung und der Fahrradpolizei ausgestellt, in 882 Fällen mussten Anzeigen erstattet werden.
966-mal bei Rot über die Kreuzung geradelt
„Bei den Radfahrern war die Missachtung des Rotlichts mit 966 Delikten am häufigsten“, erläuterte Polizeisprecher Patrick Maierhofer. Danach folgten Mängel an der Ausrüstung des Rades (341), Fahren am Gehsteig (133) und Telefonieren (121). Weiters führten die Beamten 545 Alkoholvortests durch. Vier Personen wurde vorläufig der Führerschein abgenommen. „Durch diese Schwerpunktaktionen konnte ein wichtiger Beitrag zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit in Wien geleistet werden“, hieß es von der Polizei am Donnerstag.
Rowdytum am Rad kann den Führerschein kosten
Flegelhaftes Benehmen als Radfahrer sowie Trunkenheit am Drahtesel kann übrigens den Führerschein kosten. Wer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss mit dem Rad fährt, riskiert auch seine Fahrerlaubnis für Kraftfahrzeuge. Zwar gilt mit 0,8 Promille für Radler ein großzügigerer Grenzwert als für Autofahrer, bei denen 0,5 Promille das absolute Limit ist. Allerdings gibt es für beide ab 0,8 Promille die gleichen Strafsätze. Auch vor anderen Verkehrsstrafen sind Radfahrer bei Überschreitung nicht gefeit.
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