Mi, 17. Oktober 2018

„Lohnt sich nicht“

09.08.2018 11:05

Rowdytum am Rad kann den Führerschein kosten

Mit der Heurigensaison und Öffnung der Schanigärten sind auch wieder mehr Radfahrer unterwegs - und das nicht immer nüchtern. Viele wähnen sich in trügerischer Sicherheit, dass die Heimfahrt mit dem Fahrrad nach ein paar weinseligen Stunden ohne Konsequenzen bleibt. Doch das sei ein weitverbreiteter Irrtum, warnt der ÖAMTC.

Wer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss mit dem Rad fährt, riskiert auch seine Fahrerlaubnis für Kraftfahrzeuge. „Es gibt klare Voraussetzungen für die Erteilung einer Lenkerberechtigung“, sagt Wiener Rechtsanwalt Thomas Fraiß gegenüber dem „Standard“. Das sei die fachliche Befähigung, ein Kraftfahrzeug zu lenken, die gesundheitliche Eignung dafür sowie die Verkehrszuverlässigkeit. Wer rücksichtslos Drogen, Alkohol oder Medikamente nimmt, gilt als verkehrsunzuverlässig.

Strafen für Radler
Zwar gilt mit 0,8 Promille für Radler ein großzügigerer Grenzwert als für Autofahrer, bei denen 0,5 Promille das absolute Limit ist. Allerdings gibt es für beide ab einem Blutalkoholgehalt von 0,8 Promille die gleichen Strafsätze. Auch vor anderen Verkehrsstrafen sind Radfahrer bei Überschreitung nicht gefeit:

  • Überfahren einer roten Ampel: 70 Euro
  • Missachten eines Stoppschilds: 50 Euro
  • Alkoholisiertes Radfahren (>0,8 Promille): ab 800 Euro
  • Telefonieren beim Radfahren: 50 Euro
  • Radfahren am Gehsteig: 30 Euro
  • Radfahren gegen die Einbahn: 50 Euro

„Betrunken fahren lohnt sich nicht“
Wer sein Fahrrad schiebt, gilt übrigens als Fußgänger. Fußgänger können zwar keiner Routine-Alkoholkontrolle unterzogen werden, sehr wohl allerdings, wenn sie durch ihr Verhalten einen Unfall verursacht haben. „Betrunken am Drahtesel nach Hause fahren lohnt sich nicht. Am besten doch die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Taxi für eine sichere Heimreise nehmen“, appelliert die ÖAMTC-Club-Juristin.

 krone.at
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