Knallharte Bandagen

VP-Mandatar stellt BZÖ-Grosz als völlig überflüssig hin

Steiermark
06.01.2010 19:04
Ein eigenwilliger Disput hat sich am Mittwoch zwischen ÖVP und BZÖ abgespielt. Nachdem der steirische BZÖ-Abgeordnete Gerald Grosz (Bild) die Kosten von 38.000 Euro für eine groß inszenierte Rede von ÖVP-Vizekanzler Josef Pröll kritisiert hatte, konterte die Volkspartei mit außergewöhnlich harten Attacken.

Im Parlament "sitzen völlig sinnlos" Blauorange, die "teils gar nicht wissen, wie sie dort hingekommen sind", wetterte ÖVP-Rechnungshofsprecher Hermann Gahr. "BZÖ-Mann Grosz kostete in seiner bisherigen Politikerkarriere den Steuerzahler mehr als 150.000 Euro."

Als Nationalratsmandatar seien für Grosz 120.000 Euro und als Gemeinderat in Graz rund 30.000 Euro aufgebracht worden.

Grosz als "reinste Geldverschwendung"
Gahr weiter: "Das ist die reinste Geldverschwendung, wenn man die Tatsache bedenkt, dass Grosz in seiner gesamten Politikerkarriere noch nichts gearbeitet hat, nichts erreicht hat und für keinen einzigen Menschen auch nur einen Stein bewegt hat." Gahr war nicht zu bremsen: "Steuergeldvernichtung scheint überhaupt der Lebensinhalt der blauorangen Dilettantentruppe zu sein. Während sich in Kärnten jeder blauorange Politiker seine eigene Partei hält, werden in Wien Millionen für Leute verprasst, die völlig sinnlos im Parlament sitzen und teils gar nicht wissen, was sie dort tun sollen."

38.130 Euro für Pröll-Rede
Wurzel der Aufregung war eine parlamentarische Anfrage des BZÖ. Aus deren Beantwortung geht hervor, dass die groß inszenierte Rede "Projekt Österreich" von Vizekanzler Josef Pröll im Oktober des vergangenen Jahres das Finanzministerium 38.130 Euro gekostet habe (Catering, Bühnentechnik etc.). Eine "ungeheuerliche Verschwendung von Steuergeld" hatte Anfragesteller Gerald Grosz geortet. Er wollte wissen, ob die Kosten für die Veranstaltung "in Prölls persönlichen Transferkonto in Zukunft aufscheinen werden" und verlangte, die Kosten "umgehend" dem Steuerzahler zu "refundieren".

Pröll hatte damals in seiner Rede unter anderem ein Transferkonto für Sozialleistungen und das vorzeitige Auslaufen der Hacklerregelung gefordert - nicht gerade zur Freude das Koaltionspartners SPÖ.

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