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11.10.2018 10:55

Völlig traumatisierte „Paula“ sucht ein Zuhause

Wie vermittelt man einen Hund, der weder gestreichelt noch Gassi geführt werden kann? Tierschützerin Gabriela Forstner steht vor dieser Herausforderung, denn sie hat Boxer-Hündin „Paula“ in Pflege. Der Vierbeiner wurde in der Slowakei zur Zucht eingesetzt und ist dermaßen traumatisiert, dass ein normales Zusammenleben mit dem Menschen undenkbar ist. „Ich gebe die Hoffnung trotzdem nicht auf, denn die arme Maus hat sich ihren Lebensplatz mehr als verdient“, so Forstner. Wer fasst sich ein Herz und schenkt der ängstlichen „Paula“ ein Platzerl?

Leckerlis aus der Hand? Undenkbar. Anleinen, Spaziergänge, Tierarztbesuche, Autofahrten - Fehlanzeige. Boxer-Hündin „Paula“ traut sich nur in den Garten, wenn sie genug Abstand zu Gabriela Forstner halten kann. Nachts lässt die Tierschützerin ein kleines Licht für den Vierbeiner brennen. Ein normales Hundeleben wird die ausgemusterte Zuchthündin aus der Slowakei wohl niemals führen, denn, so ist sich Forstner sicher: „Auch mit viel Zeit und Liebe ist es durchaus möglich, dass ‘Paula‘ sich niemals dem Menschen anschließen wird - dafür sitzt das Trauma einfach zu tief.“ Aggressionen zeigt das Boxermädchen nie - man kann es überall anfassen, aber es fürchtet sich dabei fast zu Tode. „Paula“ ist auch nach Monaten noch nicht so weit, mit im Haus zu leben - sie hat einen eigenen Eingang vom Garten und kann rein und raus, wann sie möchte. Bei Gabriela Forstner kann „Paula“ aber leider nicht auf Dauer bleiben.

„Ich weiß, dass es für die Süße schwer, beziehungsweise fast unmöglich wird, ein Zuhause zu finden. Aber ich möchte auch nichts unversucht lassen“, so Gabriela Forstner. „Sie ist wirklich ein ganz armes Mädchen, das sich alles Glück der Erde verdient hat, auch wenn es in unseren Augen sehr begrenzt ist. Aber für ‘Paula‘ ist es schon ein grenzenloser Luxus, entscheiden zu können, wann sie etwas will und wann nicht.“ Die Boxer-Hündin, etwa drei Jahre alt und kastriert, war bereits in der „Krone Tierecke“ inseriert. Es gab sogar Interessenten, allerdings lebten diese in Wohnungen. „Das geht leider gar nicht, weil man sie nicht Gassi führen kann“, so Forstner, „wir suchen ein ruhiges Zuhause mit ausbruchssicherem Garten in ländlicher Umgebung, wo nichts von ihr verlangt wird und sie einfach so sein darf, wie sie ist. Keinesfalls wird sie in Zwinger- oder Kettenhaltung vergeben.“ Kinder und Katzen sollten nicht im gleichen Haushalt leben, mit größeren Rüden ist „Paula“ verträglich.

Wer fasst sich ein Herz und nimmt die panische „Paula“ zu sich? Derzeit ist sie in 3860 Heidenreichstein in Pflege. Interessenten melden sich bitte bei Gabriela Forstner unter der Telefonnummer 0664/533 90 44.

Denise Zöhrer
Denise Zöhrer

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