Mo, 10. Dezember 2018

Reiche „Neffen“-Beute

10.10.2018 06:10

4. Vorfall in Graz: Ehepaar übergab 60.000 Euro

Die schreckliche Zugtragödie, bei der am 18. September ein Grazer Linienbus gegen einen GKB-Zug stieß und eine Frau ihr Leben ließ, haben Unbekannte zum Anlass genommen, um ältere Menschen abzuzocken: Hunderten Grazern wurden erfundene Geschichten aufgetischt. Am Montag ging der miese Trick in Puntigam zum wiederholten Mal auf.

Einmal mehr erwischte es ein älteres Ehepaar (der Mann ist 86), dem von den Tätern psychisch zugesetzt wurde. So hätte ihre Tochter in Klagenfurt einen Verkehrsunfall gehabt, auch die Versicherung soll abgelaufen gewesen sein, wodurch die Verhaftung nur durch eine Kaution zu verhindern wäre. Die Tochter hielt sich zu dem Zeitpunkt tatsächlich in Klagenfurt auf.

Junge Täterin sprach akzentfrei Deutsch
So weit, so schlecht: In einer ruhigen Gasse im Bezirk Puntigam kam es gegen Mittag zu der Geldübergabe. 60.000 Euro soll das schockierte Ehepaar an eine unbekannte Frau (30 bis 35 Jahre alt, schwarzes Haar, akzentfreies Deutsch) übergeben haben. Der „Neffentrick“ funktionierte damit binnen kürzester Zeit zum vierten Mal alleine in Graz.

Bande operiert von Polen aus
„Ob die Unbekannten durch Spionage so gut informiert waren, lässt sich nicht sagen. Oft reicht eine geschickte Gesprächsführung des Anrufers. Es gibt eine uns bekannte Bande, die von Polen aus operiert und wo auch die Führungsköpfe sitzen. Weisen wir ihnen etwas nach, zahlen sie in Polen eine Kaution und sie sind wieder draußen. Ob sie mit dieser Serie etwas zu tun haben, ist unbekannt“, heißt es dazu von der Polizei-Pressestelle.

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch

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