Adrian zerknirscht

Bus gekapert: Bub (9) wollte schneller nach Hause

Österreich
13.09.2018 06:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Dieser Lausbubenstreich hätte anders enden können: Ein Volksschüler erfüllte sich den Traum vieler Kinder, endlich einmal hinter dem Lenkrad zu sitzen. Der Bub aus Wiener Neustadt nahm sich gleich einen Linienbus und steuerte das Gefährt 20 Meter weit, bis ihn ein Verkehrsschild stoppte. Der Grund: Er wollte schneller nach Hause.

Nicht erwarten konnte es Adrian T., am Dienstagnachmittag endlich nach Hause zu kommen. Als der Chauffeur gegen 13.20 Uhr am Busbahnhof seinen Rundgang machte, packte der Neunjährige die Gelegenheit beim Schopf und setzte sich hinters Steuer, der Motor war noch an.

Der Schüler fühlte sich plötzlich ganz groß. 20 Meter hat er den Bus gesteuert. Dabei ist er laut Polizei mehr gerollt als gefahren. Schließlich stoppte ein Verkehrsschild den Bus. Neben der Tafel wurde noch ein zweiter Bus beschädigt. Verletzt wurde zum Glück niemand.

„Es hat Spaß gemacht“
Beim „Krone“-Lokalaugenschein zu Hause bei Adrian und seiner Mutter war der Bub ein bisschen zerknirscht, er meinte aber auch: „Es hat Spaß gemacht.“ Mama ist froh, dass nicht mehr passierte - und wird dafür sorgen, dass so eine gefährliche Aktion nicht mehr vorkommt!

Martina Münzer und Helmut Horvath, Kronen Zeitung/krone.at

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