So, 23. September 2018

Opfer online angelockt

10.09.2018 13:41

„Twitter-Killer“ wegen 9-fachen Mordes angeklagt

In Japan ist am Montag ein 27-Jähriger wegen neunfachen Mordes angeklagt worden. Takahiro Shiraishi hatte zuvor gestanden, seine Opfer ermordet und die Leichen zerstückelt zu haben. Der „Twitter-Killer“ hatte seine Opfer über soziale Netzwerke angelockt und suizidgefährdeten Menschen über den Kurznachrichtendienst seine Unterstützung bei der Umsetzung ihres Plans angeboten.

Beamte hatten vergangenen Oktober, am Morgen von Halloween, Shiraishis Wohnung in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa im Zusammenhang mit dem Verschwinden einer 23-jährigen Frau durchsucht - und dabei eine grausige Entdeckung gemacht: Sie fanden neun verstümmelte Leichen und 240 Knochenteile, die in Kühl- und Werkzeugboxen versteckt und mit Katzenstreu bedeckt waren. Die Opfer waren zwischen 15 und 26 Jahre alt, acht von ihnen waren weiblich. Laut Polizei hatten sich die 23-Jährige und Shiraishi im Internet ausgetauscht, nachdem die Frau in sozialen Medien geschrieben haben soll, sie suche nach jemandem, der mit ihr Selbstmord begehe.

Bruder des jüngsten Opfers fand Unterhaltungen mit dem Mörder
Der Bruder der 23-Jährigen hatte sie Ende Oktober als vermisst gemeldet, nachdem er drei Tage erfolglos versucht hatte, sie zu erreichen. Als er sich in ihrem Computer eingeloggt und nach Hinweisen gesucht habe, habe er die Unterhaltungen zwischen seiner Schwester und dem Verdächtigen gefunden. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten schließlich, dass sich die 23-Jährige mit Shiraishi in der Nähe seiner Wohnung getroffen hatte.

Mindestens zwei abgetrennte Köpfe entdeckt
„Ja, es ist wahr, ich habe versucht, die Leichen der Menschen, die ich getötet habe, zu verstecken“, gestand der 27-Jährige der Polizei nach seiner Verhaftung. Laut der Nachrichtenagentur Jiji Press wurde Shiraishi fünf Monate lang auf seine Schuldfähigkeit untersucht, bevor er angeklagt wurde.

Nachbar: „Noch nie so etwas gerochen“
Ein Nachbar hatte damals gegenüber der „Japan Times“ angegeben, bereits im August einen „seltsamen Geruch“ wahrgenommen zu haben, als er an der Wohnung vorbeigegangen sei. „Es war etwas, das ich noch nie gerochen hatte.“ Er habe allerdings angenommen, dass der Gestank aus dem Abwasserkanal gekommen sei. Denn verdächtige Geräusche oder Stimmen habe er nie aus der Wohnung vernommen.

 krone.at
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