Do, 16. August 2018

Schadstoffbelastung

03.08.2018 06:00

Verbessern Sie Ihre Raumluft!

Kopfschmerzen, Müdigkeit, gerötete Augen, ungeklärtem Husten und Infektneigung  können Anzeichen dafür sein, dass die Luft, die wir täglich in Innenräumen atmen, belastet ist. Oft stellen wir aber gar keinen Zusammenhang mit den Beschwerden her.

Es kann viele Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis die Auswirkungen merkbar werden - mit Schadstoffen belastete Raumluft ist als Risikofaktor für die Gesundheit erst seit etwa zwei Jahrzehnten in den Fokus der Umweltforscher gerückt. Anlässlich des Welttages des Gehirns warnen Neurologen, dass Umweltgifte, die wir über die Atmung zu uns nehmen, für 30 Prozent der Schlaganfälle verantwortlich zeichnen.

Wir sind mittlerweile wieder zu „Höhlenbewohnern“ geworden und verbringen etwa 90 Prozent unserer Zeit in Innenräumen. Einer Befragung von YouGov Markt- und Meinungsforschungsinstitut zufolge wissen nur 20 Prozent der Teilnehmer, dass die Luftqualität drinnen meist schlechter ist als jene im Freien - um das bis zu Fünffache!

„Wir nehmen täglich zwischen 12 und 15 kg Raumluft über die Atmung zu uns. Ohne feste Nahrung können wir 3 Monate überleben, ohne Wasser 3 Tage, aber ohne Luft nur 3 Minuten. Luft stellt daher unser wichtigstes Lebensmittel dar!“, plädiert Mag. Thomas Schlatte, Sprecher der unabhängigen Plattform „MeineRaumluft“ für mehr Information. „Denn einerseits kommen Schadstoffe von außen in die Räume, das Luftvolumen ist im Zimmer geringer, daher steigt die Schadstoffkonzentration. Wir ,produzieren‘ andererseits selbst Luftschadstoffe durch die Atmung, Kochen, Putzen, Rauchen etc. Das alles stellt besonders in den Sommermonaten eine Herausforderung dar. Das Verhältnis von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ist dann etwa für Schimmelwachstum optimal.“

Als wesentlich gilt zunächst, für gute Durchlüftung zu sorgen und Materialien zu meiden bzw. auszutauschen, die eine starke Ausdünstug von problematischen Stoffen (Formaldehyd, Benzol, Toluol, Naphthalin) bedingen, wie etwa viele Farben, Lacke und Kleber, Teppichböden, Spanplatten. Achtung, Klimaanlagen können wahre Keimschleudern sein - regelmäßig warten lassen! Nicht rauchen, umweltfreundliche Putzmittel verwenden. Grünpflanzen binden Staub und erhöhen die Luftfeuchtigkeit. Diese sollte zwischen 40 und 60% betragen.

Bei Nichtbenutzung elektronischer Geräte Strom unterbrechen (Steckdosenschalter). Vor allem, wenn Allergiker im Haushalt leben, Staubsauger benützen, die HEPA-Filter (Feinstaubfilter) beinhalten. Moderne Luftreiniger mit Kühlfunktion sind mittlerweile imstande, neben Feinstaubpartikelchen auch Gase zu filtern. Dafür sorgen Hightech-Filter mit Glasfasern oder Aktivkohleschicht. Die saubere Luft wird mittels Oszillation im ganzen Raum verteilt und kann dort zirkulieren.

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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