Mo, 20. August 2018

Kommunikations-Profis:

29.07.2018 14:33

Funker als letzte Rettung bei Natur-Katastrophen

Ob bei den Waldbränden in Schweden und Griechenland, beim Erdbeben in Haiti 2010, bei der Lawinenkatastrophe in Galtür 1999 oder bei den Überflutungen im Kamptal (NÖ) 2002: Amateurfunker spielten bei der Koordination der Notfallmaßnahmen eine wichtige Rolle - von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt.

Sie sind Ärzte, Taxifahrer, HTL-Ingenieure, Nachrichtentechniker oder Arbeiter: Amateurfunker. Ob Frau oder Mann, sie alle eint die Leidenschaft für die Technik, Neugierde und Interesse daran, überall auf der Welt mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten. „Bei optimalen Bedingungen erreichen wir sogar Australien. Das ist faszinierend“, so Michael Kastelic, Vizepräsident des Österreichischen Versuchssenderverbandes.

Doch daneben erfüllen die rund 2000 Mitglieder in Niederösterreich und dem Burgenland eine gesellschaftlich bedeutende Aufgabe. Wenn im Falle von Blackouts und Katastrophen die Handynetze und das Internet zusammenbrechen, kommen die Amateurfunker ins Spiel. „Wir verfügen über ein dichtes Netzwerk an Stationen, die auch mit Akkus und Notstromaggregaten tagelang betrieben werden können“, so Kastelic. Die Helfer unterstützen die Einsatzkräfte so lange, bis die öffentlichen Kommunikationskanäle wieder hergestellt sind.

Kronen Zeitung

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