Do, 19. Juli 2018

Ministertreffen

13.07.2018 10:09

Hoher EU-Besuch sorgt für einen Ausnahmezustand!

Auch wenn bisher alles ruhig über die Bühne ging - das EU-Treffen in Innsbruck sorgt denn doch dafür, dass im Stadt-Alltag nichts so ist wie sonst. Während unzählige Polizisten den Tagungsort Congress und andere neuralgische Punkte hermetisch abriegeln, beklagen Lokalbesitzer Umsatzeinbußen. Sogar Touristen mussten vor dem Goldenen Dachl weichen.

Donnerstagmittag in der Innsbrucker Altstadt: Die Sonne scheint und das Goldene Dachl zieht unzählige Touristen magisch an. Ein ganz normaler Tag, möchte man meinen. Wären da nicht Dutzende Polizisten in Uniform und in Zivil gewesen. Und auch Soldaten wurden gesichtet. Einige Einsatzkräfte beobachteten sogar von Fenstern aus das rege Treiben. Auch eine Drohne drehte ihre Runden.

Pünktlich um 12 Uhr war dann Schluss mit „Selfies- machen“ und Co.: der Bereich vor dem Goldenen Dachl wurde gesperrt. Platzverbot für alle! Den genauen Grund für diese Maßnahme wollte keiner der Polizisten verraten. „Das muss auf jeden Fall etwas mit dem Minister-Treffen zu tun haben“, mutmaßten vier ältere Touristen aus Düsseldorf.

Fototermin abgesagt
Und sie hatten recht: Rasch war durchgesickert, dass ein Gruppenfoto mit allen Ministern vor Innsbrucks Wahrzeichen gemacht werden soll. Und alle warteten gespannt darauf, einen Blick auf Horst Seehofer und Co. erhaschen zu können. Doch das Warten hat sich nicht ausgezahlt.

„Alles abgeblasen“, rief ein Polizist dann in die Runde. Der Fototermin fiel aus. Grund: Die Minister waren offenbar mit dem Zeitplan schon sehr in Verzug.

Gastgärten blieben leer
Während die „Zaungäste“ enttäuscht waren, herrschte bei den Altstadt-Gastronomen Aufatmen. Einige Wirte mussten nämlich ihre Gastgärten wegen des Platzverbots dichtmachten. Da kam die Absage des Fototermins gerade recht. Denn ursprünglich sollte die Sperre bis 15 Uhr dauern - und so konnte der Betrieb schon gegen 12.45 Uhr wieder voll aufgenommen werden.

Nichtsdestotrotz beklagen sich einige Geschäfte und Lokale, die von den übrigen Sperren teilweise betroffen sind, über Umsatzeinbußen.

Hubert Rauth
Hubert Rauth

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