Abends um 20 Uhr läutete vor kurzem beim Innsbrucker Zivildiener Philipp Laimgruber das Handy: "Am Display irgendeine Nummer, die nicht eingespeichert war, also ging ich dran." Am anderen Ende der Leitung wusste der Anrufer über sämtliche Daten Bescheid: "Namen, Geburtsdatum, Adresse, alles war da", wunderte sich Laimgruber.
330 Euro Sofortgewinn winkten. Das Einzige, was offenbar fehlte, war die Kontonummer. "Als der Anrufer danach fragte, sagte ich, dass ich prinzipiell am Telefon solche Daten nicht bekanntgebe. Da hat der Anrufer sofort aufgelegt."
Statt Gewinn, monatliche Zahlung von 79 Euro
Laimgruber war gewarnt, denn er war schon einmal in die Falle getappt: "440 Euro Sofortgewinn wurde mir versprochen. Doch davon sah ich nie etwas. Stattdessen wurden mir monatlich 79 Euro von einer Lotto-Spielgemeinschaft abgebucht." Er erstattete Anzeige und es gelang, das Geld durch einen Einspruch bei der Bank zurückzuholen.
AK warnt
Kein Einzelfall, bestätigt die Arbeiterkammer Tirol. Der Tipp der AK-Konsumentenschützer: Auf telefonische Angebote nicht reagieren und auf keinen Fall persönliche Daten bekannt geben. Sollte das bereits geschehen sein, ist ein Rücktritt möglich. Schriftlich innerhalb von 7 Tagen, eventuell auch binnen 14 Tagen.
von Philipp Neuner
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