Nach der etwa 15-minütigen, filmreifen Verfolgung gelang es der Polizei mit Hilfe eines Passanten den jungen Mann festzunehmen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Als Grund für die wilde Fahrt durch Wien gab der Bursche an, "aufgeregt" gewesen zu sein. Im Zuge der Einvernahme stellte die Exekutive fest, dass der 17-Jährige nicht nur keinen Führerschein besaß, sondern dass auch der BMW nicht zugelassen war. Warum er überhaupt mit dem Auto unterwegs war, wollte er nicht sagen.
Irrer Raser versucht, Polizeiwagen zu rammen
Gegen 11.35 Uhr Uhr bemerkte eine Zivilstreife in der Leystraße einen roten BMW, bei dem das vordere Kennzeichen fehlte. Als die Beamten den Jugendlichen anhalten wollten, scherte er mit seinem Wagen nach links aus und raste mit Vollgas Richtung Forthausgasse. Die Polizei nahm die Verfolgung auf.
Die Beamten holte den Flüchtenden ein und waren bereits auf gleicher Höhe als der Lenker sein Fahrzeug Richtung Streifenwagen verriss. Der Streifenwagen legte eine Vollbremsung ein und verhinderte so eine Kollission.
Bei Rot mit 120 km/h über Kreuzung gerast
Der Jugendliche raste ohne auf den Querverkehr zu achten bei roter Ampel über die Kreuzung Forsthausgasse - Brigittenauer Lände, fuhr dann in die Klosterneuburger Straße und übersetzte anschließend mit etwa 120 km/h die vierspurige Adalbert Stifter Straße - ebenfalls bei Rotlicht. An der Kreuzung zwischen Klosterneuburger Straße und Wexstraße streifte er ein parkendes Fahrzeug. Dabei entstand ein Sachschaden.
Der Bursche überholte während der rasanten Flucht trotz Gegenverkehr immer wieder andere Fahrzeuge und fuhr mehrmals links an Verkehrsinseln vorbei. Bei jedem dieser Überholmanöver kam das Heck des Fluchtautos ins Schleudern, doch der Lenker fing das Auto immer gerade noch ab. Es gelang ihm, die Polizei mehrmals abzuhängen, da die Streifenwagen gezwungen waren, an roten Ampeln kurz zu halten.
Passant hält flüchtenden Burschen fest
In der Treustraße stellte der Jugendliche sein Auto ab und versuchte zu Fuß weiter zu flüchten. Doch dies gelang ihm nicht: Ein aufmerksamer Passant bemerkte, dass der Bursche von der Polizei verfolgt wurde und hielt ihn bis zum Eintreffen der Beamten fest. Gegenüber der Exekutive gab der 17-Jährige an, den BMW von einem Bekannten gekauft zu haben, die Nummerntafel montierte er vom Auto seiner Mutter ab. Der Jugendliche wurde wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt, vorsätzlicher Gemeingefährdung und zahlreichen Verwaltungsübertretungen angezeigt.









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