"Der Einsatz dieser 'Waffe' hat viel Kollateralschäden angerichtet", erklärt die Kanzlei. Sie bemängelt vor allem, dass von der Aktion auch Spieler betroffen gewesen seien, die keine Raubkopien verwendeten. Auch seien weitere Funktionen der Konsole durch die Sperrung beeinträchtigt und Datenschutzfragen zu klären.
Die Anwälte werfen dem Konzern aus Redmond auch vor, den Zeitpunkt der Ausschlüsse nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten gewählt zu haben. Kurz zuvor erschienen nämlich die Game-Knüller "Halo 3 ODST" und "Call of Duty: Modern Warfare 2". Diese Veröffentlichungen hätten zuvor die Abonnentenzahl und damit die Umsätze von Xbox Live in die Höhe getrieben. Eine Sperrung aus Copyright-Gründen wäre aber auch schon davor zu rechtfertigen gewesen, so Abington Law.
Microsoft reagierte in einer ersten Stellungnahme betont trocken: "Softwarepiraterie ist illegal und das Modifizieren einer Xbox 360 ist ein Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen von Xbox Live. Microsoft hat das Recht, diese Nutzer von Xbox Live auszuschließen."
Unterdessen soll die Zahl gesperrter Konsolen in Internet-Auktionshäusern wie Ebay explodiert sein. Diese sollen dort zu unschlagbaren Preisen angeboten werden.









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