Burschenschafter

Strache betont Friedlichkeit von Festkommers

Wien
22.11.2009 09:37
Die national-freiheitlichen Studentenverbindungen haben sich am Samstagabend anlässlich des 150-jährigen Bestehens zu einem großen Festkommers in der Hofburg getroffen. Die Festrede vor den Burschenschaftern hielt FPÖ-Obmann Strache. Schon zuvor betonte er die Friedlichkeit der Veranstaltung. Eine Demonstration gegen die Veranstalung ist ohne Zwischenfälle verlaufen.

Laut Polizei nahmen rund 500 Personen an der Kundgebung teil, die sich gegen 21 Uhr vor der Universität auflöste. Ein Teil der Protestierenden zog sich danach ins besetzte Audimax zurück.

Strache bedauert "bewusste Hetze"
FPÖ-Chef Strache betonte, dass es sich bei dem Jubiläums-Kommers um eine "friedliche Veranstaltung" handle und beklagte eine "bewusste Hetze" gegen die Burschenschafter.

Die "Vorväter" der Burschenschafter hätten stets für Demokratie und Freiheitsrechte gekämpft, meinte Strache, der bei der Veranstaltung auch die Festrede halten sollte. Daran wolle man sich bei der Feier anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Burschenschaften erinnern.

Rudas: Straches Auftritt "peinlich"
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas nannte Straches Auftritt beim Kommers unterdessen "peinlich". Statt an Lösungen für ein friedliches Zusammenleben interessiert zu sein, widme sich der FPÖ-Chef lieber "im Kreise dubioser Gestalten ewiggestrigem Gedankengut, Deutschtümelei und absurden Ritualen", meinte sie in einer Aussendung.

Straches Auftritt sei aber "wenig erstaunlich", da sich die Freiheitlichen in den vergangenen Jahren zum "Auffangbecken von Burschenschaftern aus rechtsrabiaten Studentenverbindungen" entwickelt hätten. "Bezeichnend" ist für Rudas außerdem, dass Medien bei dem Kommers nicht zugelassen waren.

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