Die Demonstranten trafen sich vor der Universität und zogen gegen 19.00 Uhr gegen die Fahrtrichtung am Ring zur Hofburg. Laut Polizeiangaben kamen rund 500 Teilnehmer, die Aktion verlief gewaltlos. Die Protestierer forderten in Sprechchören unter anderem "Nieder mit der FPÖ" oder "Nazis aus der Hofburg raus".
Unterstützt wurden sie von Audimax-Besetzern, so stand etwa auf einem Plakat "Unis besetzen, Nazis räumen". Aufmerksamkeit erregte der Demozug bei den Besuchern des Christkindlmarkts vor dem Rathaus. Hinter dem Rathaus fand unterdessen die Aktion "Wiener Lichter" statt, bei der Kerzen symbolisch gegen die "dunkle Vergangenheit" entzündet wurden. Gegen 21.00 Uhr löste sich die Demo vor der Universität auf. Ein Teil der Protestierenden zog sich danach ins besetzte Audimax zurück.
FPÖ-Chef Strache hat zuvor bei einer Pressekonferenz vor dem Beginn des Burschenschafter-Festaktes, dass es sich bei dem Jubiläums-Kommers um eine "friedliche Veranstaltung" handle und beklagte eine "bewusste Hetze" gegen die Burschenschafter. Die "Vorväter" der Burschenschafter hätten stets für Demokratie und Freiheitsrechte gekämpft, meinte Strache, der bei der Veranstaltung auch die Festrede hielt. Daran wolle man sich bei der Feier anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Burschenschaften erinnern.
Die Gegendemonstrationen kritisierte der FPÖ-Chef heftig: Dem "linken Lager" gehe es nicht um eine objektive Debatte, sondern ausschließlich um "Hetze und Hass gegen eine demokratische Bewegung". Medien waren bei der Veranstaltung nicht zugelassen.
Rudas: Strache-Auftritt "peinlich"
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas nannte Straches Auftritt beim Kommers unterdessen "peinlich". Statt an Lösungen für ein friedliches Zusammenleben interessiert zu sein, widme sich der FPÖ-Chef lieber "im Kreise dubioser Gestalten ewiggestrigem Gedankengut, Deutschtümelei und absurden Ritualen", meinte sie in einer Aussendung. Straches Auftritt sei aber "wenig erstaunlich", da sich die Freiheitlichen in den vergangenen Jahren zum "Auffangbecken von Burschenschaftern aus rechtsrabiaten Studentenverbindungen" entwickelt hätten. "Bezeichnend" ist für Rudas außerdem, dass die Medien nicht zugelassen waren.








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