Mo, 20. August 2018

Hagel, Überflutungen

12.06.2018 22:13

Millionenschaden für Bauern

Schon 4,5 Millionen Euro Schaden! Das ist heuer die bisherige Bilanz in Bezug auf Hagel und Überschwemmungen in der steirischen Landwirtschaft. Deutlich weniger als in den schweren Frostjahren 2017 und 2016 - aber höher als im Schnitt. Die steirischen Bauern sind allerdings bereits zu 83 Prozent versichert.

Die Landwirte wissen: Der Kastastrophenfonds würde im Ernstfall nichts bezahlen, wenn eine „versicherbare Kultur“ nicht versichert ist. „Und versicherbar sind im Prinzip alle Kulturen“, weiß Spezialist Josef Kurz von der österreichischen Hagelversicherung. Daher hat der Großteil der Steirer-Bauern bereits einen Schutz: „Gegen Hagel sind es im Ackerbau 83 Prozent, bei Wein gleich viel, bei Obst 78 und im Grünland 29 Prozent. 77 Prozent sind zusätzlich gegen Frost und Überschwemmung versichert. Tendenz steigend durch die hohen Schadensvorkommnisse in den Vorjahren.“

Und das, obwohl die Prämien für so manchen Betrieb vermutlich nicht ganz so leicht zu stemmen sind. Kurz: „Pauschal lässt sich die Höhe der Raten nicht benennen, weil es immer um die Höhe des Versicherungswertes, Selbstbehalt und weitere Kennzahlen geht. Zudem spiegelt die Prämie ja auch die Höhe des Risikos wider. Aber etwa bei Wein muss man für einen Hektar im Schnitt pro Jahr ab 300 Euro rechnen.“

4,5 Millionen Euro macht heuer bis jetzt der Schaden durch Hagel und Überschwemmung aus, viel mehr als in einem durchschnittlichen Jahr, aber viel weniger als 2016, wo der Frost das Land mit voller Wucht getroffen hat. Da waren es circa 200 Millionen Euro! Wer den Schaden hat, meldet sich laut Kurz am besten bei seinem Versicherungsberater oder „online, das geht am allerschnellsten über www.hagel.at“. Dass die Hagelversicherung immer richtig schnell über das Schadensausmaß Bescheid weiß, kann Josef Kurz auch erklären: „Wir berechnen erste Schätzungen über ein hocheffizientes Computermodell in Abstimmung mit einer Schadensbesichtigung direkt vor Ort.“

Gutachter rücken aus
Wer bei Naturkatastrophen den Katastrophenfonds um Hilfe bittet, macht das laut Landwirtschaftskammer mittels „Privatschadensausweis“ über die Gemeinde. Dann kommen Sachverständige zur Prüfung.

Christa Bluemel
Christa Bluemel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Steiermark

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.