Blutbad verhindert

13-jähriger Franzose plante Amoklauf an Schule

Ausland
18.11.2009 13:08
In Frankreich ist in letzter Minute der Amoklauf eines Schülers verhindert worden. Der 13-Jährige war mit einem Jagdgewehr und 25 Schuss Munition zu seiner Schule aufgebrochen und wollte seine Lehrer töten. Die Mutter des Buben informierte rechtzeitig die Polizei, nachdem ihr das Verhalten des Sohnes Dienstag früh merkwürdig vorgekommen war.

Die Einsatzkräfte trafen vor dem 13-Jährigen an der Schule in Beauvais im Norden des Landes ein. Der Bub flüchtete und wurde wenig später in einem Internetcafé aufgegriffen. Er befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam.

Der Schüler habe seine Lehrer im Visier gehabt, weil diese ihn aus seiner Sicht ungerecht behandelt hätten, sagte Staatsanwalt James Juan. Im Internet habe er eine Abschiedsbotschaft hinterlassen. "Das ist der letzte Tag meines Lebens", habe er am Montagabend in einem Blog geschrieben. Der Jugendliche soll zwar gute Noten geschrieben, aber Probleme mit der Schulordnung gehabt haben.

Anders als in Deutschland oder den USA hat es in Frankreich in den vergangenen Jahren keinen tödlichen Amoklauf eines Schülers gegeben. Im April 2008 hatte allerdings ein 15-Jähriger bei Lyon den Plan gefasst, bis zu acht Mitschüler zu töten, die ihn gehänselt hatten. Drei Mädchen wurden durch ein Küchenmesser verletzt, davon eines schwer.

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