Mi, 19. September 2018

Erste Hilfe

30.05.2018 06:00

Was tun, wenn Outdoor-Sportler verunglücken?

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit schlägt Alarm: Nach Freizeitunfällen mussten im Vorjahr nicht weniger als 285.900 Personen auf Radstrecken, beim Wandern, Klettern oder bei anderen Outdoor-Sportarten versorgt werden.

Es beginnt bereits beim Packen des Rucksacks. Dr. Wolfgang Schreiber, Chefarzt des Roten Kreuzes rät, immer Verbandszeug mitzuhaben: „Das wiegt gerade einmal 500 Gramm, fällt nicht ins Gewicht, hilft aber im Ernstfall enorm.“ Neben sterilen Wundauflagen, Pflastern, Mullbinden und Wunddesinfektionsmittel, sollten Einweghandschuhe, ein Dreieckstuch sowie eine Alu-Rettungsdecke enthalten sein. Medikamente je nach Dauer und Reiseziel auswählen.

Besonders häufig nach Stürzen sind blutende Wunden. „Bei der Versorgung sollte man am besten Einweghandschuhe tragen. Kleine Schnitt- und Platzwunden können vorsichtig mit sauberen Wasser oder einem Wunddesinfektionsmittel ausgewaschen und mit einem keimfreien Verband abgedeckt werden. Oft reicht dazu ein Pflaster“, erklärt Dr. Schreiber.

Bei stark blutenden Wunden ist es wichtig, die Blutung so rasch wie möglich zu stoppen.  Dafür wird ein Druckverband eingesetzt. Dr. Schreiber. „Oder beim ‚Fingerdruck‘ werden Finger, Handballen oder Faust fest auf die blutende Stelle gepresst und der verletzte Körperteil hochgelagert.“ Verletzte dabei im Liegen oder Sitzen erstversorgen. Achtung: Größere Fremdkörper dürfen auf gar keinen Fall selbst entfernt werden! Tiefe Wunden müssen so schnell wie möglich genäht werden.

Wird medizinische Versorgung benötigt, ist es in Österreich fast überall möglich, einen Notruf (Rettungsnotruf: 144) abzusetzen. Den Helfern eine möglichst genaue Positionsbeschreibung geben, wenn möglich mit GPS-Koordinaten.

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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