Fr, 14. Dezember 2018

In Mayrhofen

27.05.2018 18:56

Aufmarsch der 11.000 Schützen

Manche Freudenträne floss sowohl bei den Zusehern am Straßenrand als auch bei den Mitwirkenden, als der schier endlose Zug der Schützen und Musikanten durch Mayrhofen zog.  Zuvor hatte die Feldmesse für eindrucksvolle Bilder und Emotionen gesorgt.

Die gelungenen Salven der Ehrenkompanien Weerberg, Waakirchen (Bayern), Völser Aicha (Südtirol) und Val de Sol/Rhendana (Welschtirol) waren verklungen, als Bewegung in die Massen kam: Von der Feldmesse nahe der vier riesigen Zelte (insgesamt 120 mal 75 Meter) marschierten die 11.000 Mitwirkenden in Richtung Ortszentrum, wo bereits Tausende Spalier standen. 40 Musikkapellen, 320 Fahnen und Pferde samt Gespannen begleiteten die Schützen, die an diesem Tag die Hauptdarsteller waren.

Trachten-Eindrücke aus allen Alpenregionen
„In nur einer Stunde fast alle Trachten und Uniformen im Alpenraum sehen zu können, ist einfach einmalig“, staunte eine Urlauberin aus Hessen. Vom gigantischen Schützen-Treffen hatte sie bei der Urlaubsbuchung gar nichts gewusst, umso größer die Freude.

Die Eindrücke waren beim Vorbeimarsch oft kaum zu erfassen: Der rhythmische Trommelwirbel bayrischer Formationen, die schier endlosen Reihen grauer Röcke der Unterländer Schützen, manch ungewohnte Trentiner Tracht.

Verköstigung als letzte große Herausforderung
Nach sechs Stunden auf den Beinen - für viele kamen lange aber fast durchwegs problemlose Anreisen hinzu - war eine Stärkung heiß begehrt. Für die Hunderten Heinzelmännchen die nächste Herausforderung. In den Mega-Zelten standen 5000 halbe Brathähnchen, ebenso viele Schweinsbraten und 15.000 Bierkrüge bereit. An 1200 Biertischgarnituren konnten die Teilnehmer ihre müden Beine ausstrecken. 41 Bier-Zapfsäulen sorgten für flüssigen Nachschub, denn der erste Krug war meist schnell leer.

Da atmete auch Landeskommandant Fritz Tiefenthaler auf: „Wir haben heute die gemeinsame Identität eindrucksvoll belegt.“ Das Gelingen dieses wichtigen Tages war ihm wohl ebenso wichtig wie die höchste Schützenauszeichnung (Maximiliankreuz), die er zuvor erhalten hatte.

Andreas Moser
Andreas Moser

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