Mi, 22. August 2018

Tierschutz im Fokus

25.05.2018 07:16

„Wir alle haben Verantwortung!“

2010 hat sie das Amt übernommen, da waren schon 234 Fälle zu bearbeiten - mittlerweile hat sich diese Zahl aber fast verdoppelt, allein 344 Anzeigen gab es 2017 wegen Tierquälerei! Die größten „Baustellen“ sieht Tierschutzombudsfrau Barbara Fiala-Köck noch bei Anbindehaltung von Kühen, Ferkelkastration und Eigenverantwortung.

410 Verfahren wurden allein im Vorjahr bei der Tierschutzombudsstelle unter Dr. Barbara Fiala-Köck eingebracht, 344 Anzeigen wegen Tierquälerei nachgegangen, „und obwohl ich jetzt schon lange im Amt bin, macht mich Gewalt gegen Tiere noch immer sehr betroffen“, so die Grazerin. „Es ist so unwürdig und erbärmlich für die Spezies Mensch.“ Die ständige Anbindehaltung bei Kühen, Ferkelkastration ohne Betäubung oder das Töten männlicher Küken wird sie vermehrt als Schwerpunkt sehen und bekämpfen. Aber auch im privaten Bereich „ist leider noch immer so viel zu tun. Man kann fast nicht glauben, wie viele Hunde immer noch an der Kette hängen, trotz des Verbots! Oder wie viele Katzen ,produziert’ werden und damit unendlich viel Leid geschaffen wird. Jedem einzelnen Menschen muss darüberhinaus auch endlich bewusst sein, dass er mit jedem Cent, den er für Lebensmittel ausgibt, mitbestimmt, wie das Tier gehalten wurde…“

Für den zuständigen Tierschutzlandesrat ist sie „dankbar“. Ihm sei das Thema „tatsächlich Herzensanliegen, und er unterstützt mich in jeder Hinsicht“. Anton Lang hat ja auch heuer wieder, in Kooperation mit der „Krone“, den Tierschutzpreis des Landes ausgeschrieben. Infos und Bewerbungen  unter Tel: 0316/877-3101

Ohne sie wäre der Tierschutz  sehr viel ärmer

Es ist für einen warmherzigen, mitfühlenden Menschen schon schlimm genug, täglich mit Tierquälerei zu tun zu haben. Die grauenvollen Geschichten, die legt man nicht bei Büroschluss ad acta, die verfolgen einen oft genug noch im Schlaf, die gehen an die Substanz. Und darüberhinaus muss sich Barbara Fiala-Köck noch mit so vielen Dingen herumschlagen. Mit Bürokratie. Mit Sturköpfen. Mit Hardlinern, egal ob aus Bauern-, Jäger- oder Behördenschaft. Oft genug ist sie mit Leuten konfrontiert, die für Tierschützer nur ein herablassendes Lächeln übrig haben und dabei gar nicht merken, wie erbärmlich sie sind. Und trotzdem schafft es Barbara Fiala-Köck immer, ihre Contenance zu behalten, ihren Charme, ihre Liebenswürdigkeit. Möge der liebe Gott ihr noch lang die Kraft dafür verleihen. Ohne sie - und auch Landesrat Anton Lang - wäre der Tierschutz bei uns um vieles ärmer.

Christa Bluemel
Christa Bluemel
Eva Blümel
Eva Blümel

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