So, 20. Jänner 2019

Russen unter Verdacht

24.05.2018 14:43

Droht Hackerangriff vor Champions-League-Finale?

Die Ukraine hat vor einem russischen Hackerangriff vor dem am Samstag in Kiew anstehenden Endspiel in der Fußball-Champions-League gewarnt. Ziel der Attacke, die von einem Netzwerk aus 500.000 infizierten Routern ausgeführt werden könnte, könnten staatliche Einrichtungen sowie Firmen sein, erklärte der Geheimdienst SBU. Prinzipiell könnte auch die Fußballübertragung leiden.

Die Art der Störungen dürfte davon abhängen, welche Ziele angegriffen werden. Besondere Sorge bereite den Ukrainern, dass Infrastruktureinrichtungen wie Kraftwerke oder Telekomanbieter betroffen sein könnten. US-amerikanische und britische Geheimdienste hatten bereits vor einigen Wochen groß angelegte Angriffe auf Router über verschiedene Fernwartungsschnittstellen entdeckt und vermutet, russische Hacker würden diese in Hinkunft als digitale Waffe nutzen. Laut dem Netzwerkspezialisten Cisco stehen die Vorfälle allerdings in keinem Zusammenhang. 

Cisco glaubt, die aktuelle Bedrohung konnte so groß werden, weil die Router schlecht gesichert und etwa die Standardpasswörter nicht geändert wurden. Dem Netzwerkausrüster zufolge gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die russische Regierung hinter einer geplanten Hacker-Aktion steckt. Die Schadsoftware sei vergleichbar mit der, die die US-Regierung bei früheren Cyber-Attacken mit Russland in Verbindung gebracht habe.

Hunderttausende Router infiziert
Mindestens 500.000 Router und Speichergeräte verschiedener Hersteller in mindestens 54 Ländern seien infiziert. Cisco-Experte Craig Williams sagte, Russland könne einen Angriff im kommenden Monat planen, möglicherweise um den Verfassungstag am 28. Juni.

Russland hat in der Vergangenheit Vorwürfe anderer Staaten und von Computer-Sicherheitsfirmen zurückgewiesen, für ein weltweites Hacker-Programm verantwortlich zu sein.

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