Dabei habe es keinerlei Druck oder keinerlei "Zuckerl" für die Staatssekretärin gegeben, die zuvor wiederholt ein Antreten dezidiert ausgeschlossen hatte. "Ihr Bauch hat gesagt: Mach es", so der Marek-Sprecher. Marek strebt eine Gesamtlösung an, wie betont wurde. Das bedeutet: Sie würde Parteichefin und Spitzenkandidatin werden.
Showdown am Montag erwartet
Somit dürfte die endgültige Entscheidung über die künftige Wiener ÖVP-Spitze am Montag fallen. Da tagt zunächst das als Findungskommission eingesetzte Präsidium, in dem Marek ihr Konzept präsentieren wird, und am Abend der Landesparteivorstand. Hier benötigt man eine Zweidrittelmehrheit, um als künftiger VP-Chef nominiert zu werden. Die formelle Entscheidung wird dann auf einem außerordentlichen Landesparteitag fallen. Neben Marek hat auch Bundesrat Harald Himmer seine Kandidatur für beide Funktionen bekannt gegeben. Er zeigte sich von der plötzlichen Kandidatur Mareks überrascht.
Hahn und Pröll präferieren Marek
Die Grundfrage am Vormittag im Präsidium wird allerdings zunächst sein, ob dieses in seiner Funktion als Findungskommission beide Kandidaten empfiehlt oder nur einen der beiden. Grundsätzlich werden bei der Abstimmung nach derzeitigem Stand Marek die größeren Chancen eingeräumt. Sie ist dem Vernehmen nach die präferierte Kandidatin sowohl von Noch-Parteichef Johannes Hahn als auch von Bundesparteiobmann Josef Pröll, die beide mit der zunächst ablehnenden Staatssekretärin das Gespräch gesucht hatten.
Sie dürfte auch als VP-Chefin zunächst ihr Amt in der Bundesregierung behalten, zugleich aber als Spitzenkandidatin bei der 2010 anstehenden Wien-Wahl antreten. Erst bei einer etwaigen Regierungsbeteiligung auf Wiener Landesebene dürfte Marek dann ihr Standbein im Bund aufgeben.











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