Mo, 20. August 2018

Digitalisierung

18.05.2018 07:09

Arbeitnehmer fühlen sich schlecht vorbereitet

Der Einzug von Robotern und künstlicher Intelligenz in Werkshallen und Büros wirft bei vielen Arbeitnehmern bange Fragen nach der Zukunft ihrer Jobs auf. Doch gerade bei der Aus- und Weiterbildung für die Arbeitswelt von morgen hapert es aus Sicht der Beschäftigten.

Die große Mehrheit der Arbeitnehmer fühlt sich einer Umfrage zufolge nur unzureichend auf die Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt vorbereitet. Wie der „Trend Index“ zur bevorstehenden Robotik- und Automationsmesse Automatica (19. bis 22. Juni) in München ergab, hinkt die Aus- und Weiterbildung der Unternehmen bisher deutlich hinter den Erwartungen der Beschäftigten zurück.

Für die Untersuchung wurden in den USA, Asien und Europa insgesamt rund 7000 Arbeitnehmer nach ihren Einschätzungen zum Einfluss von Robotern und künstlicher Intelligenz auf die Arbeitswelt von morgen befragt - davon etwa 1000 in Deutschland. Lediglich 16 Prozent der Befragten in Deutschland gaben ihrem Arbeitgeber die Schulnote eins oder zwei für Aus- und Weiterbildungsprogramme.

Damit schneidet die deutsche Wirtschaft etwas schlechter ab als die anderer Länder. Im Durchschnitt der sieben Länder befand ein knappes Viertel der Arbeitnehmer, dass solche Ausbildungsangebote bei ihren Arbeitgebern bereits erfolgreich etabliert seien.

Mensch-Roboter-Teams
Vor allem in China und in den USA erwarten der Studie zufolge die Menschen positive Impulse, sich zu Robotik und Automation beruflich fortzubilden. Auf mehr qualifizierte und besser bezahlte Jobs durch Mensch-Roboter-Teams hofft etwa die Hälfte der Befragten in Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Japan. In China und den USA gehen sogar 80 Prozent der Befragten davon aus, dass solche Jobs künftig zunehmen werden.

Die Folgen der Digitalisierung für die Arbeitswelt werden seit Jahren in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft diskutiert. Befürchtungen, dass vor allem viele standardisierte Jobs durch den Einsatz von Datenverarbeitung und künstlicher Intelligenz wegfallen dürften, steht die Hoffnung gegenüber, dass dank neuer Technologien auch zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.

 krone.at
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