"Affäre Gaddafi"
Entführte Schweizer wieder zurück in der Botschaft
Ihnen wurden Verstöße gegen die Aufenthaltsbestimmungen vorgeworfen. Sie kamen in der Folge bald frei, durften Libyen aber nicht verlassen. Im Zuge der sich verschärfenden Krise und der erfolglosen Bemühungen der Schweiz um eine Freilassung wurden sie am 18. September an einen unbekannten Ort gebracht.
Sieben Wochen ohne Lebenszeichen
Libyen begründete die überraschende Rückführung in die Schweizer Botschaft nicht. Die Schweiz verneinte ein Entgegenkommen. Nach sieben Wochen ohne ein Lebenszeichen der beiden Schweizer reagierten Bundespräsident Hans-Rudolf Merz und Außenministerin Micheline Calmy-Rey nun erleichtert. Konkrete Anzeichen für eine baldige Ausreiseerlaubnis gab es unterdessen noch nicht.
Die seit Monaten schwelende Krise hatte sich auch nach Unterzeichnung eines Vertrages im August nicht entspannt, in dem sich die Schweiz für das Vorgehen der Genfer Behörden entschuldigte und weitere Zugeständnisse an Libyen machte. Während Merz am Rande der UN-Generalversammlung in New York mit Staatschef Gaddafi zusammentraf, wurden die beiden Schweizer an einen unbekannten Ort gebracht. Die Schweiz bezeichnete dies als völkerrechtswidrige Entführung und setzte Anfang November den Vertrag mit Libyen aus.




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