Pistole gezückt

Kärntner und Steirer liefern sich wilden Streit

Österreich
09.11.2009 15:23
Einen wilden Streit mit Schlagringen, Eisenstangen und einer Schreckschusspistole haben sich zwei Gruppen von jungen Kärntnern und Steirern in einer Diskothek geliefert. Anschließend ging die Auseinandersetzung in einer wilden Verfolgungsjagd mit Autos weiter. In Friesach im Bezirk St. Veit/Glan war dann Endstation.

Der Vorfall ereignete sich bereits in der Nacht auf Donnerstag vergangener Woche. Vier Jugendliche aus der Steiermark und vier Jugendliche aus Kärnten - alle im Alter zwischen 17 und 21 Jahren - waren in einer Diskothek in Neumarkt im steirischen Bezirk Murau in Streit geraten. "Sie haben sich gegenseitig angepöbelt und geschubst, ein Wort gab das andere", so ein Polizist. Da im Lokal und auf dem Parkplatz davor Kameras angebracht sind, verlagerten die Gruppen den Streit auf einen etwas weiter entfernten Parkplatz.

Kärntner zog Pistole
Als die Kärntner eintrafen, wurden sie bereits von den Steirern, die sich mit Schlagringen und Eisenstangen bewaffnet hatten, erwartet. Ein 20-jähriger Kärntner eilte daraufhin zu seinem Fahrzeug, holte seine Schreckschusspistole und verbarg sie unter seiner Kleidung. Unmittelbar bevor die beiden rivalisierenden Gruppen aufeinander losgingen, zog er die Waffe, bedrohte die gegnerische Gruppe und feuerte in die Luft. In der Annahme, es handle sich um eine echte Waffe, räumten die Steirer rasch das Feld.

Wilde Verfolgungsjagd
Die Kärntner entfernten sich ebenfalls und wollten nach Friesach fahren, wurden aber bald darauf auf der B317 von den Steirern mit einem Pkw verfolgt. Vor dem Ortsgebiet von Treibach/Althofen warf ein 17-jähriger Steirer eine Taschenlampe gegen das Auto der Kärntner, worauf eine Seitenscheibe zersprang.

Beamte der Polizeiinspektion Neumarkt erfuhren durch Zufall von diesen Vorfällen und konnten anschließend in Zusammenarbeit mit Kollegen der Inspektion Murau und Friesach alle Beteiligten ausforschen. Die Schreckschusspistole des Kärntners wurde sichergestellt und alle Beteiligten wegen schwerer Nötigung und Sachbeschädigung angezeigt.

Symbolbild

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