Remis erkämpft

Rapid schafft nach 1:3-Rückstand in Linz noch Ausgleich

Wien
08.11.2009 20:41
Rapid hat am Sonntag in der 15. Runde der tipp3-Bundesliga nach 1:3-Rückstand noch ein 3:3 beim LASK geholt. Die Treffer vor 13.200 Zuschauern im Linzer Stadion erzielten Christian Mayrleb (23., 39.) und Thomas Prager (41.) bzw. Nikica Jelavic (1.), Steffen Hofmann (65./Foulelfer) und Hamdi Salihi (75.). Damit sind die Hütteldorfer Tabellendritter.

Die Rapidler lagen nach nur 17 Sekunden bereits 1:0 in Front. Bei einer Kavlak-Flanke patzte der neue LASK-Tormann Jürgen Macho, wodurch Salihi unbedrängt zum Kopfball kam und Nikica Jelavic anschließend den Ball nur noch über die Linie zu drücken brauchte. Den Bundesliga-Rekord für den schnellsten Treffer verpasste Jelavic aber klar. Diesen hält seit dem 11. Juli 2007 Patrik Jezek. Der Tscheche hatte damals in der Saison-Auftaktrunde für Red Bull Salzburg im Heimspiel gegen SCR Altach bereits nach nur zehn Sekunden zum 1:0 getroffen.

Rapid drängte zwar sofort auf den zweiten Treffer, doch der LASK überstand diese Anfangs-Druckphase ohne weiteren Gegentreffer und nutzte gleich seine erste Chance: Nach Vorarbeit von Prager und Rasswalder-Zuspiel traf Mayrleb volley im Rutschen zum 1:1 (23.). Gleich nach Wiederanpfiff hätte es beinahe 1:2 geheißen, als ein Schuss von Salihi glücklich abgewehrt (24.).

Die Linzer waren da viel effizienter und nutzten auch ihre zweite Hundertprozentige eiskalt aus: Nach Prager-Vorarbeit ließ Mayrleb im Strafraum Soma per Drehung aussteigen und traf via Stange zum 2:1 (39.). Nur zwei Minuten später hieß es schon 3:1. Nach blitzschnellem Konter und Mayrleb-Assist war diesmal Prager zur Stelle (41.).

Salihi trifft per Kopf zum Ausgleich
In Minute 67 folgte der nächste Patzer von Macho, dem mangelnde Matchpraxis anzusehen war: Dem Ex-ÖFB-Goalie entglitt der Ball nach einer scharfen Boskovic-Flanke, im Nachfassen war er aber schneller als Salihi. Doch in Minute 75 hatte der Schlussmann keine Chance, nach einer Hofmann-Freistoß-Flanke war Salihi mit dem Kopf zur Stelle und erzielte den Ausgleich. Wenig später zischte ein weiterer Salihi-Kopfball nach Kavlak-Flanke knapp über die Latte (77.). Auch bei einem Hofmann-Schuss im Finish (90./drüber) hatten die Linzer Glück, womit es beim 3:3 blieb.

Die Meinungen zum Spiel
Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Wenn man nach 18 Sekunden in Führung geht gegen einen Gegner, der nach der 2:7-Niederlage aus der Vorwoche mental angeschlagen ist, müsste man so ein Spiel eigentlich vorentscheiden. Doch das Gegenteil ist passiert. Wir haben uns taktisch ganz schlecht verhalten, nach einem Fehler den Ausgleich bekommen und dann durch Konter weitere Tore. In der zweiten Hälfte mussten wir alle Kräfte mobilisieren, um noch den Ausgleich zu erzielen. Der Elfer und Ausschluss haben uns die zweite Luft gegeben. Wir haben sehr viel riskiert und sind - ich will nicht sagen belohnt worden - aber haben den Punkt, den wir uns sehr hart erarbeiten mussten, noch geschafft."

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän/Torschütze zum 2:3): "Wir wollten hier drei Punkte machen und hätten nach dem 1:0 gewinnen müssen. Wir haben es aber nach dem sehr guten Beginn wieder nicht geschafft, zu null zu spielen. Wir haben Fehler gemacht, die uns nicht passieren dürfen, nicht nur hinten, sondern generell in der Verteidigung. Deshalb müssen wir jetzt mit dem Punkt zufrieden sein."

Matthias Hamann (LASK-Trainer): "Es war ein typisches LASK-Spiel. Wenn man die ersten 18 Sekunden ausnimmt, dann haben wir den typischen LASK gesehen - kampf- und offensivstark. Nach dem frühen Gegentor haben wir den Umschwung geschafft und zur Pause verdient 3:1 geführt. Wir haben die Rapidler dann sicher im Griff gehabt, haben sie entnervt, hatten sie am Boden, aber dann in der 64. Minute durch den Elfer und Ausschluss selbst die Wende eingeleitet. Der Punkt war hochverdient."

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