Kritik an Putin

YouTube-Video kostet russischen Polizisten den Job

Ausland
08.11.2009 18:12
Zwei ungewöhnliche Videobotschaften an Regierungschef Wladimir Putin mit scharfer Kritik an Russlands Polizei haben einen 32-jährigen Major im Schwarzmeerort Noworossijsk den Job gekostet. Alexej Dymowski hatte in den Clips (siehe oben) über das schlechte Gehalt und viele Überstunden geklagt sowie die angebliche Verhaftung Unschuldiger und Korruption angeprangert.

Das übergeordnete Polizeipräsidium in Krasnodar habe daraufhin Dymowskis Entlassung wegen Verleumdung von Kollegen beschlossen, teilte ein Sprecher des Innenministeriums in Moskau am Sonntag nach Angaben der Agentur Interfax mit. Die an Putin adressierten Botschaften hatten in höchsten politischen Kreisen des Landes erheblichen Wirbel ausgelöst.

In die Uniform seiner Dienststelle in der Schwarzmeerstadt Noworossijsk gekleidet, bittet Dimowski darin den Ex-Kremlchef auch um ein "Krisentreffen". Putin kommentierte die Aufforderung zunächst nicht.

In Russland entwickelte sich das Video schnell zu einem Renner. Stunden nach der Freischaltung hatten bereits mehrere Tausend Besucher die "Brandrede" von Dimowski gesehen, der seit zehn Jahren bei der Polizei seinen Dienst verrichtet. Zahlreiche User gaben dem derzeit bei der Drogenfahndung eingesetzten Milizionär Recht.

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