Mi, 15. August 2018

Drama auf der Mur

29.04.2018 22:37

Schlauchboot gekentert: Brüder beinahe ertrunken

Ein waghalsiger Schlauchboot-Ausflug auf der Mur hätte am Sonntagnachmittag die Brüder Kevin und Rene beinahe das Leben gekostet: Im steirischen Peggau kenterte ihr Gefährt an einer Sohlschwelle, die Burschen landeten daraufhin im Wasser. Ohne adäquate Ausrüstung schafften es die beiden mit letzter Kraft an Land.

Ohne Schwimmweste, ohne Helm und mit Straßenschuhen - so war am Sonntag ein Brüderpaar mit seinem kürzlich erworbenen Schlauchboot auf der Mur unterwegs.

Lage unterschätzt
„Wir sind da schon einmal gefahren, diesmal war allerdings mehr Glück als Verstand dahinter“, gesteht der 25 Jahre alte Rene ein. Normalerweise gleitet der Fluss an diesem Stück gemütlich dahin, „gerade einmal so, dass die Fischleiter funktioniert“, bestätigt ein erhebender Beamter. Doch momentan ist der Pegel höher, es geht flott dahin. Das dürften die zwei Männer unterschätzt haben. „Die erste Stromschnelle haben wir noch geschafft“, erzählt der 25-Jährige, doch bei der Sohlschwelle, einem kleinen Wasserfall, kippte das Boot und und die Brüder stürzten in die kalte Mur.

Kevin (24) schaffte es als Erster, ans Ufer zu kommen, „doch ich bin die ganze Zeit unter Wasser gezogen worden. Etwa 15 Minuten ist das so gegangen, dann ist es mir gelungen, mich an einem Busch festzuhalten. Ich war fertig“, erzählt er von bangen Minuten. Die Brüder blieben zum Glück unverletzt.

Doch selbst wenn sie den kleinen Wasserfall überwunden hätten - laut Polizei hätte es spätestens bei ihrem angepeilten Ziel, dem Kraftwerk in Friesach, schlimm geendet: „Dort ist die Schleuse geöffnet, sie wären meterweit abgestürzt!“

Monika Krisper
Monika Krisper

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