Mi, 21. November 2018

Hotel- und Gastgewerbe

21.04.2018 06:00

Jeder Zweite verdient unter 1700 Euro!

Im Hotel- und Gastgewerbe verdienen 48 Prozent aller Beschäftigten, demnach rund jeder Zweite - brutto weniger als 1700 Euro im Monat für Vollzeitarbeit. Für 29 Prozent war in dieser Branche 1500 Euro der Maximallohn. 

Das Hotel und Gastgewerbe ist damit laut AK die Branche mit dem höchsten Anteil an Niedrigentlohnten - gemessen an allen dort ganzjährig Vollzeitbeschäftigten. In einer weiteren Branche „sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“, zu denen die Gebäudereinigung oder die Arbeitskräfteüberlassung gehören, erhalten mehr als ein Fünftel der Vollzeitbeschäftigten weniger als 1700 Euro. Im Handel sind es rund 15 Prozent. Insgesamt arbeiten in den drei Bereichen mehr als 100.000 Niedrigentlohnte.

2016 hat rund ein Zehntel aller Beschäftigten bei ganzjähriger Vollzeit höchstens 1700 Euro verdient. 2006 war es noch ein Viertel. Der Anteil der Wenigverdiener hat sich somit innerhalb von zehn Jahren mehr als halbiert.

Mindestlöhne sollen angehoben werden
„Der Rückgang der Niedriglöhne ist ein lohnpolitischer Erfolg der Gewerkschaften. Nun geht es darum, dass die kollektivvertraglichen Mindestlöhne rasch und flächendeckend auf 1700 Euro brutto angehoben werden“, forderte der Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich Johann Kalliauer erneut.

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