Es ist gar nicht so lange her, dass das Wiener Institut als das Mekka der gerichtlichen Medizin galt. Doch die Bausubstanz aus dem 18. Jahrhundert hält natürlich mit der Zeit nicht Schritt – aber anstatt endlich eine "Gerichtsmedizin Neu" zu errichten, herrscht endloser Streit um die Finanzierung. Die Leichen kommen seitdem in Spitälern oder in Containerdörfern auf dem Zentralfriedhof unters Messer. Kritiker sprechen von einem Notbetrieb und einem unwürdigen Zustand in einer Millionenstadt.
Der auch eine Gefahr für die Sicherheit (weniger aufgedeckte Todesfälle durch Gewalt oder Unfall) und Forschung bedeutet. Investitionen in der Höhe von einer Million Euro sollen zumindest die gerichtlich verfügten Obduktionen ab 2010 in der Sensengasse wieder ermöglichen. Der Rektor der Medizin-Uni startet nun diese Woche beim scheidenden Wissenschaftsminister einen erneuten Anlauf für einen Neubau.
von Christoph Budin, Kronen Zeitung












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